Greenpeace: Bisherige Asbestfunde nur Spitze des Eisbergs

Eisenstadt/Wien (OTS) – Eine Recherche des
Greenpeace-Investigativteams vom vergangenen
Freitag zeigt eine massive Asbestbelastung im Burgenland auf. Weiche
und brüchige Asbestbrocken liegen offen an kritischen Orten wie
Kindergärten, Familienhäusern, Baustellen und Krankenhäusern. Es
besteht akute Gefahr, dass Kinder mit dem brüchigen Material spielen
oder Fasern durch Bauarbeiten freigesetzt werden. Die vom Land eilig
einberufene Taskforce plant nun Luftmessungen an den von Greenpeace
beprobten Standorten. Greenpeace warnt, dass das Material nicht nur
an den neun beprobten Stellen, sondern großflächig im Burgenland
verteilt wurde. Kritische asbestbelastete Flächen, beispielsweise bei
Kindergärten, Krankenhäusern und Baustellen, müssen sofort gesperrt
werden. Ebenso muss erhoben werden, wo das asbesthaltige Material
überall gelandet ist. Ab 0,1 Prozent gilt asbesthaltiges Material als
gefährlicher Abfall und muss unter hohen Sicherheitsvorkehrungen
entsorgt werden.

Stefan Stadler, Sprecher des Greenpeace-Investigativteams: „ Die
Landesregierung darf jetzt nicht beschwichtigen und hinauszögern. Wir
reden hier von nahezu reinen Asbestbrocken, die vor der Kinderkrippe
und vor Einfamilienhäusern liegen. Bei Asbest gibt es keine sichere
Menge: Es gilt ein absolutes Minimierungsgebot! Je mehr Asbestgestein
offen auf beanspruchten Flächen herumliegt, desto mehr krebserregende
Asbestfasern können in die Luft gelangen. Asbest baut sich nicht ab:
Es wird immer und immer wieder aufgewirbelt – vor allem wenn auf den
betroffenen Flächen Bauarbeiten stattfinden oder Kinder mit
Skateboards und Scootern fahren und Steine klopfen. Wir fordern
weiterhin, dass beanspruchte Flächen zum Schutz der Bevölkerung
sofort gesperrt werden müssen.”

Factsheet und Laborbericht: https://act.gp/Asbest-Factsheet

Bildmaterial: https://act.gp/Asbest-Fotos
Unter Angabe der Credits (im Dateinamen) stehen die Fotos kostenfrei
zur redaktionellen Nutzung zur Verfügung.