Grabetz / Sakic (SPÖ): „Konsolidierung mit Augenmaß – Wirtschaftswachstum ist der Schlüssel“

Wien (OTS) – „Die schwarz-grüne Bundesregierung hat die Teuerung
einfach
durchrauschen lassen. Das Ergebnis: Österreichs Inflation liegt
doppelt so hoch wie im EU-Durchschnitt“, betont SPÖ-Gemeinderat Denis
Sakic. Im August 2025 betrug die Inflation in Österreich +4,1
Prozent, während die EU nur +2,1 Prozent verzeichnete. Nun steht
Österreich vor der größten Konsolidierungsaufgabe in der Geschichte
der Zweiten Republik – und das mitten in der längsten Rezession seit
Bestehen. „Dass ÖVP-Landesparteivorsitzender Figl nun versucht, die
Verantwortung der schwarz-grünen Bundesregierung der Stadt Wien
umzuhängen, ist ein durchschaubarer Ablenkungsversuch. Seine
Bundespartei trägt das politische Versagen mit, anstatt Lösungen zu
liefern“, so Sakic.

Teuerung bremst Wirtschaft und Einnahmen

„Die Folgen sind enorm“, erklärt die stellvertretende
Bezirksvorsteherin der Inneren Stadt Lucia Grabetz: „Energiekosten
sind explodiert, durch die hohe Inflation stiegen auch die
Personalkosten massiv. Österreichs Wirtschaft kommt nicht vom Fleck
und die Einnahmen aus dem Finanzausgleich sind eingebrochen.“ Während
die Republik im dritten Jahr in Folge schrumpft, zeigt Wien als
einziges Bundesland seit drei Jahren Wirtschaftswachstum – 2023 stieg
die Wertschöpfung hier um +2,2 Prozent auf rund 120 Milliarden Euro,
während sie in Österreich insgesamt um –1,2 Prozent zurückging.
„Gerade in dieser Situation ist es unredlich, wenn die ÖVP hier in
Wien kritisiert, während sie auf Bundesebene selbst Teil des Problems
ist“, hält Grabetz fest.

Bekenntnis zur Konsolidierung

„Wir bekennen uns klar zum Konsolidierungspfad. Durch die
gestiegenen Kosten und die sinkenden Einnahmen muss die gesamte
Republik enorm konsolidieren – das ist das schwere Erbe der schwarz-
grünen Bundesregierung. Das haben wir uns nicht ausgesucht“, so
Sakic. „Für die Bezirke bedeutet das kein Minusbudget, sondern ein
Einfrieren der Mittel. Notwendige Projekte können weiterhin umgesetzt
werden – durch Umschichtungen im bestehenden Budget, so wie es auch
Bund und Länder tun.“

Wien setzt auf Wirtschaftswachstum

„Unser Fokus liegt daher voll und ganz auf Wirtschaftspolitik.
Jeder Arbeitsplatz zählt, jedes Prozent Wirtschaftswachstum wird
erkämpft“, betont Sakic. Und die Strategie zeigt Wirkung: 2025 ist
die Zahl der unselbstständig Beschäftigten in Wien bisher um +1,0 %
gestiegen, während sie in Österreich um –0,1 % gesunken ist.
„Wirtschaftswachstum schafft Arbeitsplätze, senkt die
Arbeitslosigkeit und damit die Kosten für alle Ebenen. Das ist der
nachhaltigste Beitrag zur Budgetkonsolidierung“, so Sakic.

Mehr Arbeitsplätze erhöhen den privaten Konsum und steigern die
Unternehmensinvestitionen – zwei Faktoren, die laut IHS das
österreichische Wachstum in den nächsten vier Jahren tragen werden.
„Darum setzen wir nicht auf kurzfristige Sparpakete, sondern auf
kluge Wirtschaftspolitik mit Augenmaß. Wachstum ist der Schlüssel, um
wieder Spielräume zu gewinnen – und genau deshalb braucht es eine
ehrliche Politik statt durchschaubarer Schuldzuweisungen, wie sie die
ÖVP betreibt“, so Grabetz abschließend. (schluss) gm