Gorlitzer: Senioren dürfen nicht die Leidtragenden der Budgetpolitik der SPÖ-Neos-Stadtregierung sein

Wien (OTS) – „Es ist schlicht unverständlich, dass ausgerechnet die
älteren
Menschen in dieser Stadt nun durch massive Gebührenerhöhungen
besonders stark getroffen werden. Ab 2026 wird der Senioren-
Einzelfahrschein abgeschafft, somit verteuert sich der Preis von 1,50
Euro auf 3,20 Euro. Auch die Senioren-Jahreskarte steigt um rund 30
Prozent auf 300 Euro. Für viele ältere Wienerinnen und Wiener, die
ohnehin jeden Euro umdrehen müssen, sind das keine Kleinigkeiten,
sondern existenzielle Fragen. Mobilität im Alter darf kein Luxus
werden“, so Gemeinderat Michael Gorlitzer im Zuge der heutigen
Sitzung.

Die Argumentation der Stadtregierung, ältere Menschen sollten auf
Jahreskarten oder digitale Tickets umsteigen, gehe völlig an der
Lebensrealität vorbei. „Viele Seniorinnen und Senioren sind
Gelegenheitsfahrer, die den Öffi-Weg zum Arzt, zum Einkauf oder zu
den Enkeln brauchen. Diese Menschen brauchen leistbare Einzelfahrten
– und zwar ohne Strafaufschläge für Papier-Tickets. Die jetzige
Regelung ist unsozial, diskriminierend und trifft genau jene, die
besonders auf die Stadt angewiesen sind“, betont Gorlitzer.

Doch nicht nur bei den Öffis geraten Seniorinnen und Senioren
immer stärker unter Druck. Auch im Wiener Gesundheitssystem zeigen
sich gravierende Probleme. „Im Wiener Gesundheitsverbund fehlen
hunderte Pflegekräfte, Facharztstellen bleiben unbesetzt, Betten sind
gesperrt – das bedeutet verschobene Operationen und unerträgliche
Wartezeiten in den Ambulanzen. Gerade ältere Menschen, die auf rasche
medizinische Hilfe angewiesen sind, leiden besonders darunter“,
kritisiert Gorlitzer. Die Stadt müsse endlich handeln, um Kapazitäten
zu öffnen, gesperrte Betten wieder in Betrieb zu nehmen und eine
zentrale Terminplattform einzuführen, die Patientinnen und Patienten
rasch zu den richtigen Angeboten steuert.

Wiener Volkspartei fordert sofortige Kursänderung

Eine sofortige Kursänderung sei zwingend erforderlich. „Wir
brauchen faire Ticketpreise für ältere Menschen, analoge
Gleichstellung beim Zugang zu Leistungen, eine spürbare Entlastung
bei den Gebühren und vor allem endlich konkrete Maßnahmen zur
Verbesserung des Gesundheitswesens. Wer Wien sozial und lebenswert
erhalten will, darf die älteren Generationen nicht im Stich lassen“,
so Gorlitzer abschließend.