Götze/Grüne: Regierung erhöht die Steuern für Arbeiten von Zuhause

Wien (OTS) – „Die geplante Streichung des Telearbeits- und des
Arbeitsplatzpauschales ist eine Steuererhöhung für die arbeitende
Bevölkerung. Die Bundesregierung hatte bei diesen Maßnahmen
anscheinend die Arbeitswelt aus den 1970ern vor Augen. Die
Mehrbelastung für Arbeitnehmer:innen und Ein-Personen-Unternehmen ist
nicht nur ungerecht, sondern auch steuerpolitisch höchst fragwürdig“,
kritisiert Elisabeth Götze, Sprecherin der Grünen für Wirtschaft und
Entrepreneurship.

Schließlich handelt es sich bei den Pauschalen um die Abgeltung
von Ausgaben wie für Strom und Internet, die beim Arbeiten zuhause
anfallen. Dieser reine Kostenersatz soll nun steuer- und
beitragspflichtig werden. Das ist nichts anderes als eine
Kostenverschiebung hin zu den Beschäftigten und Ein-Personen-
Unternehmer:innen.

„In der modernen Arbeitswelt wird viel höhere Flexibilität als
früher erwartet. Wieso jetzt die Regierung ausgerechnet jene Menschen
belastet, die sich an die veränderten Bedingungen angepasst haben,
ist schlicht nicht nachvollziehbar. Viele EPUs beispielsweise haben
keinen eigenen Arbeitsraum, genau das hat das Arbeitsplatzpauschale
anerkannt. Die Mittelschicht wird in Zeiten hoher
Lebenshaltungskosten zusätzlich belastet, was negative Auswirkungen
auf den privaten Konsum und die Konjunktur hat. Die Abschaffung
trifft die Flexibilität des Wirtschaftsstandortes genau dort, wo die
Zukunft liegt: bei digitalen und ortsunabhängigen Arbeitsmodellen.
Die ökologischen Vorteile der Telearbeit werden von der
Bundesregierung nicht einmal ignoriert. Und das Ganze für eine
Einsparung von knapp 100 Millionen Euro ab 2028 – das ist ein
massiver steuerpolitischer Rückschritt“, so Götze abschließend.