Götze/Grüne: Die Wirtschaftskammer braucht jetzt einen Reset

Wien (OTS) – Die WKO hat angekündigt, dass die Erhöhung der
Entschädigungen für
Spitzenfunktionäre vorübergehend ausgesetzt werden soll. Für
Elisabeth Götze, Wirtschaftssprecherin der Grünen, ist diese
Ankündigung ein Feigenblatt: „Was die WKO jetzt tun muss, ist ein
Reset all dieser beliebigen Erhöhungen von
Funktionärsentschädigungen. Bevor über die Entschädigungen für die
zehn Wirtschaftskammer-Präsidentinnen und -Präsidenten sowie die 44
Vize-Präsidentinnen und -Präsidenten nachgedacht wird, sollte die
Struktur der Kammern kritisch hinterfragt werden. Diese Ankündigung
einer vorübergehenden Aussetzung bis zu einer externen Prüfung soll
vermutlich Gras über die Sache wachsen lassen. Was wir aber wirklich
brauchen, sind tiefgreifende Strukturreformen, eine Verschlankung der
Kammern und eine Konzentration auf den Servicecharakter dieser
wichtigen Einrichtungen.“

Klar muss sein, dass eine externe Überprüfung der
Wirtschaftskammern und ihrer Strukturen nur Sinn macht, wenn hier
wirklich unvoreingenommene Prüfer beauftragt werden. „Natürlich kann
so eine Prüfung auch zu einer reinen Camouflage-Aktion verkommen, und
danach werden die ‚vorübergehend ausgesetzten‘ Bezugserhöhungen
wieder aktiviert. So darf es jetzt nicht laufen“, stellt Götze klar
und fordert: „Eine Überprüfung durch den Rechnungshof ist hier
absolut dringlich. Im nächsten Schritt werden dann tiefgreifende
Strukturreformen basierend auf den Prüfungsergebnissen notwendig.“