Wien (OTS) – Während Österreich unter einer noch nie dagewesenen
Hitze leidet und
die Trockenheit immer gefährlicher wird, wurde im Bundeskanzleramt
eine „Interministerielle Arbeitsgruppe“ einberufen.
Regierungsmitglieder sucht man bei diesem Krisengipfel aber
vergeblich, die Beamtenebene musste anrücken. „Unser Land ist
ausgetrocknet – die Menschen leiden unter der Hitze, wir erleben
dramatische Waldbrände, Bauern müssen ihr Vieh schlachten, weil das
Futter nicht mehr reicht. Aber die Bundesregierung ist einfach
abgetaucht und erscheint nicht einmal zu ihrem eigenen Krisengipfel“,
zeigt sich Grünen-Klubobfrau Leonore Gewessler fassungslos.
Die Klubobfrau verweist auf die Verantwortung, die eine
Bundesregierung in so einer Krisensituation eigentlich hätte: „Bei
einem Hochwasser würde die Regierung sofort in Gummistiefeln an Ort
und Stelle stehen. Weil es auch ihre Aufgabe ist, unser Land durch
Krisen zu führen und Schäden bestmöglich abzuwenden. Dass in der
aktuellen Hitzekrise vom Kanzler abwärts niemand ernsthaft etwas
unternimmt, ist fahrlässig und verantwortungslos.“
Im aktuellen Hitzesommer zeigen sich die Folgen der Klimakrise,
dennoch kürzt die Regierung den Klimaschutz zusammen. „ÖVP und SPÖ
haben beim Klimaschutz den Rückwärtsgang eingelegt, die Folgen davon
sehen wir aktuell. Wenn wir jetzt nichts unternehmen, wird das
vielleicht der kälteste Sommer unseres restlichen Lebens sein. Die
Regierung muss jetzt vorsorgen und endlich Klimaschutz umsetzen,
statt neue Autobahnen zu betonieren“, so Gewessler abschließend.