Wien (OTS) – Nach sechs erfolglosen KV-Runden haben die
Gewerkschaften PRO-GE und
GPA zu zweistündigen Warnstreiks in der chemischen Industrie
aufgerufen. Die Arbeitgeberseite hat bis dato keine dauerhaften Lohn-
und Gehaltserhöhungen angeboten, sondern lediglich eine Einmalzahlung
von 250 Euro. „Dieses Angebot ist eine Frechheit, die Beschäftigten
sind zurecht wütend. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sehen in
den Betrieben, dass sich Auftragslage wieder verbessert hat, dass
sich die Arbeit verdichtet und sollen trotzdem auf eine faire
Erhöhung der Löhne und Gehälter verzichten. Die Warnstreiks sind
daher mehr als berechtigt“, sagen die Verhandler der
Arbeitnehmer:innenseite, Hubert Bunderla (PRO-GE) und Mario Mayrwöger
(GPA).
Die Arbeitgeber reden derzeit lieber ihre eigene Branche
schlecht, anstatt ein Angebot vorzulegen, über das sich auf Augenhöhe
verhandeln lässt. „Den Arbeitgebern sei ins Stammbuch geschrieben:
Einer Nulllohnrunde werden wir nie zustimmen. Die Beschäftigten haben
es sich verdient, respektvoll behandelt zu werden“, unterstreichen
Bunderla und Mayrwöger.
Die Warnstreiks sind bis 1. Juni angesetzt, der nächste
Verhandlungstermin findet am 2. Juni statt. Der Kollektivvertrag für
die rund 50.000 Beschäftigten sollte bereits seit 1. Mai gelten.