Gewerkschaft GPA: Neue Umfrage bestätigt Ablehnung der Wiener Bevölkerung zur Sonntagsöffnung

Wien. (OTS) – Anlässlich der anhaltenden Debatte rund um eine
Sonntagsöffnung zum
ESC in Wien betont die Gewerkschaft GPA ihr klares Nein zur
Mehrbelastung der Beschäftigten. Eine neue Umfrage bestätigt nun,
dass auch die Wienerinnen und Wiener eine Sonntagsöffnung
mehrheitlich ablehnen. Wie MeinBezirk berichtet, stimmen 62% der
Befragten der Aussage zu, dass Geschäfte in Wien am Sonntag
geschlossen bleiben sollen. Auch eine Umfrage des
Meinungsforschungsinstitut IFES bestätigt, dass österreichweit 75%
der Bevölkerung eine Sonntagsöffnung ablehnen.

„Im Unterschied zu so manchen politischen Vertretern wissen die
Wienerinnen und Wiener, was eine Sonntagsöffnung in der Realität
bedeutet. Nämlich noch weniger Planbarkeit und schlechtere
Vereinbarkeit von Beruf und Familie für die Handelsbeschäftigten, die
jetzt schon unter einer enormen Arbeitsbelastung leiden“, betont
Martin Müllauer, Vorsitzender des Wirtschaftsbereichs Handel in der
Gewerkschaft GPA. Eine Befragung der Gewerkschaft GPA bestätigt, dass
93% der Wiener Handelsangestellten Sonntagsarbeit klar ablehnen.

„Auch auf Ebene der Sozialpartner wurde das Thema nicht an uns
herangetragen. Somit stellt sich die Frage, wessen Interessen man mit
dieser immer neu aufgewärmten Forderung überhaupt vertritt“,
kritisiert Carina Köpf, zuständige Handelssekretärin der GPA Wien.
„Das verstärkt den Eindruck, dass hier einfach nur billige Show-
Politik zur Selbstinszenierung auf dem Rücken der Beschäftigten
betrieben wird“, so die Gewerkschafterin weiter.

„Statt die immer gleiche Forderung in den Wind zu schreien,
sollten manche die Zeit bis zum ESC eher dafür nutzen, aus der
Vergangenheit zu lernen. Wir konnten bereits bei der EM 2008
beobachten, dass der viel prophezeite Andrang auf Geschäfte
ausblieb“, betonen Müllauer und Köpf weiter. „Wenn sogar die
Unternehmen selbst betonen, dass sich eine Sonntagsöffnung nicht
rentiert, weil damit zusätzliche Personal- und Energiekosten
einhergehen, während Mehreinnahmen nicht garantiert sind, dann sollte
man sich endlich diesen Fakten widmen, statt weiter Scheindebatten zu
führen“, appellieren Müllauer und Köpf abschließend.