Wien (OTS) – In wenigen Tagen ist es wieder so weit: Am 7. September
startet für
Wien, Niederösterreich und das Burgenland das neue Schuljahr, eine
Woche später, am 14. September, folgen die übrigen Bundesländer. Für
viele der rund 1,1 Millionen Schulkinder (Statistik Austria) in
Österreich ist der Schulstart mit Vorfreude verbunden – neue Hefte,
neue Mitschüler:innen, der erste große Tag der jüngsten
Taferlklassler:innen. Für ebenso viele Kinder, Jugendliche und ihre
Familien bedeutet er aber auch: Aufregung, Unsicherheit und Druck.
Das Mental-Health-Projekt „Gesund aus der Krise“ hat dazu eine gute
Nachricht: Die Finanzierung für das kommende Schuljahr ist gesichert,
das kostenfreie und niederschwellige Angebot steht mit ausreichend
freien Plätzen bereit.
Zwtl.: Schulstart: Vorfreude und Überforderung liegen oft nah
beieinander
Ein neues Klassenzimmer, neue Lehrer:innen, gestiegene
Anforderungen oder der Wechsel in eine weiterführende Schule – all
das kann Kinder und Jugendliche stark fordern. Wie sehr Schule zur
Belastung werden kann, zeigt eine österreichweite Befragung von mehr
als 14.000 Schüler:innen im Rahmen der Initiative „Mental Health
Days“ (August 2025): Fast die Hälfte, 49,7 Prozent, der befragten
Kinder und Jugendlichen erlebt Leistungsdruck und den eigenen
Anspruch an Perfektion als belastend – die Schule wird dabei mit
Abstand am häufigsten als Stressquelle genannt, noch vor den
Erwartungen der Eltern.
Gesundheits- und Sozialministerin Korinna Schumann betont: „Der
Schulstart ist für viele Kinder ein Neubeginn voller Vorfreude – für
manche aber auch eine Zeit voller Sorgen, Überforderung oder Angst
vor dem Versagen. Genau deshalb ist es mir wichtig, dass Familien
wissen: Mit „Gesund aus der Krise“ gibt es rasche, kostenfreie und
wohnortnahe Unterstützung, wenn der Schulstart zur Belastung wird.
Die Finanzierung für das kommende Schuljahr ist gesichert – damit
kein Kind und keine Familie mit diesen Sorgen allein bleiben muss.“
Zwtl.: „Gesund aus der Krise“ ist da, wenn der Schulstart zur
Belastung wird
Erfahrungsgemäß steigt die Nachfrage nach psychischer
Unterstützung rund um den Schulstart merklich an. Ao. Univ.-Prof.in
Dr.in Beate Wimmer-Puchinger, Gesamtleitung „Gesund aus der Krise“
und Präsidentin des Berufsverbandes Österreichischer Psychologinnen
und Psychologen (BÖP): „Jedes Jahr im September erleben wir, wie
stark der Schulstart auf die Psyche von Kindern und Jugendlichen
wirkt. Prüfungsangst, sozialer Druck, Mobbing oder die Angst, den
Erwartungen nicht zu genügen – das alles kann rasch zur echten
Belastung werden. Mit „Gesund aus der Krise“ steht Kindern,
Jugendlichen und ihren Familien genau in dieser Phase eine rasche,
wirksame und kostenfreie Anlaufstelle zur Verfügung.“
Zwtl.: Finanzierung für das gesamte Schuljahr 2026/27 gesichert
Das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege
und Konsumentenschutz stellt für die laufende Projektphase „Gesund
aus der Krise IV“ insgesamt 35,15 Millionen Euro zur Verfügung. Damit
ist das Angebot durchgehend bis Ende Juni 2027 finanziert – und somit
auch für das gesamte kommende Schuljahr 2026/27 gesichert. Seit dem
Start des Projekts 2022 haben bereits mehr als 57.000 Kinder,
Jugendliche und junge Erwachsene von „Gesund aus der Krise“
profitiert.
Mag.a Barbara Haid, MSc, Präsidentin des Österreichischen
Bundesverbands für Psychotherapie (ÖBVP) und Kooperationspartnerin
von „Gesund aus der Krise“, betont : „Der Schulstart ist für Kinder
und Jugendliche weit mehr als der Beginn eines neuen Schuljahres. Er
bedeutet Veränderung, neue Anforderungen und sozialen Druck – und
kann damit auch psychisch sehr fordernd sein. Entscheidend ist,
Belastungen früh ernst zu nehmen und nicht erst zu reagieren, wenn
aus Sorgen, Ängsten oder Überforderung eine psychische Erkrankung
geworden ist. Und die wichtigste Botschaft zum Schulstart lautet: Die
Plätze sind da. Wer Hilfe braucht, soll nicht warten müssen.“
Zwtl.: Niederschwelliger Zugang – so einfach ist die Anmeldung
Ein Behandler:innen-Pool von rund 1.600 Klinischen
Psycholog:innen, Gesundheitspsycholog:innen, Psychotherapeut:innen
und Musiktherapeut:innen ermöglicht die erfolgreiche Umsetzung. Die
Klient:innen werden in Summe in 27 Behandlungssprachen betreut. Die
Anmeldung zum Programm erfolgt einfach über die Website
www.gesundausderkrise.at . Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene
bis 21 Jahre erhalten so rasch, wohnortnah und kostenfrei bis zu 15
qualitätsgesicherte Behandlungseinheiten. Ab 14 Jahren können sich
Jugendliche unabhängig von den Eltern direkt anmelden.
Zwtl.: Gesund aus der Krise half bereits 57.000 Betroffenen
Das Mental-Health-Projekt „Gesund aus der Krise“ hilft bzw. half
seit Start 2022 bereits mehr als 57.000 Kindern, Jugendlichen und
jungen Erwachsenen durch professionelle klinisch-psychologische,
gesundheitspsychologische, psychotherapeutische und
musiktherapeutische Behandlung.
Das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege
und Konsumentenschutz hat 35,15 Millionen Euro für die aktuelle
Projektphase zur Verfügung gestellt. Abgewickelt wird „Gesund aus der
Krise” vom Berufsverband Österreichischer Psychologinnen und
Psychologen (BÖP) in Kooperation mit dem Österreichischen
Bundesverband für Psychotherapie (ÖBVP). Seit Frühjahr 2024 ist der
Österreichische Berufsverband für Musiktherapie (ÖBM) ein weiterer
Umsetzungspartner.
„Gesund aus der Krise“ hilft nachweislich: In der letzten
Projektphase berichteten 93 Prozent der Klient:innen und 88 Prozent
der Bezugspersonen von spürbaren Verbesserungen durch die
Behandlungen.“ Das hat die Universität Innsbruck (Institut für
Psychologie) in ihrer Evaluierung eindrucksvoll bestätigt. Es wurden
Daten von über 15.000 jungen Menschen über drei Jahre hinweg
ausgewertet.
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