Wien (OTS) – Die Entwicklung der Haushaltsenergiepreise zeigte sich
im Juli 2025
weiterhin uneinheitlich: Während Strom- und Gaspreise für
Endkund:innen im Vergleich zum Vormonat deutlich gesunken sind – und
damit die Entspannung auf den Großhandelsmärkten widerspiegeln –
stiegen die Preise für Mineralölprodukte wie Heizöl und Treibstoffe
spürbar an. Unterm Strich ergibt sich daraus ein Anstieg des
Energiepreisindex um 1,0 % gegenüber dem Juni 2025.
Im Jahresvergleich, der auch für die Inflationsberechnung
maßgeblich ist, bleibt Strom der wichtigste Preistreiber. Seit dem
Jahreswechsel sind die Endkundenpreise spürbar gestiegen – vor allem,
weil staatliche Entlastungsmaßnahmen ausgelaufen sind und die
Netzentgelte höher ausfallen. Heizöl und Treibstoffe wirken im
Jahresvergleich hingegen weiterhin preisdämpfend. Insgesamt lag der
Energiepreisindex im Juli 2025 um 4,3 % über dem Vorjahreswert – und
trug damit stärker zur allgemeinen Teuerung bei als etwa Gastronomie
oder Mieten.
Ein Blick auf die längerfristige Entwicklung zeigt: Erdgas stellt
weiterhin eine zentrale Herausforderung für die Energieversorgung
dar. Trotz spürbarer Rückgänge in den vergangenen Monaten haben sich
die Endkundenpreise im Vergleich zu 2020 nahezu verdoppelt – ein
Anstieg, der stärker ausfällt als bei Strom oder Fernwärme. Die im
historischen Vergleich hohen Großhandelspreise für Erdgas
beeinflussen zudem auch andere Energieformen: Gaskraftwerke zur
Stromerzeugung und gasbefeuerte Heizwerke treiben die
durchschnittlichen Kosten für Strom und Fernwärme zusätzlich in die
Höhe.
„Die Importabhängigkeit bei Erdgas wirkt sich nicht nur auf die
Preisentwicklung aus, sondern kann auch Auswirkungen auf die
Versorgungssicherheit haben – während nur wenig Wertschöpfung im
Inland verleibt“, sagt Lukas Zwieb, Energieexperte der
Österreichischen Energieagentur. „Zusätzlich verursacht die
Verbrennung von Erdgas relevante Mengen an CO₂-Emissionen –
mittelfristig muss Erdgas im österreichischen Energiesystem daher
ersetzt werden.“
Hier finden Sie eine Tabelle mit den Energieträgern im Monats-
und Jahresvergleich.
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Energieträgern und alle weiteren Informationen zur Methodik sowie zum
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