Wien (OTS) – Der neue Young Gens Report 2026 von hokify und der
Hochschule
Burgenland zeigt: Nicht das Alter macht junge Fachkräfte
wechselbereit. Entscheidend ist, ob Stellenanzeige und Erwartungen,
die zu Beginn geschürt werden, dem Arbeitsalltag standhalten.
Zwtl.: Jung ist mehr als ein Berufsprofil. White und Blue Collar
Unterschiede.
Junge Fachkräfte wechseln nicht aus einer Laune heraus. Wer
verstehen will, warum sie gehen, muss zuerst verstehen, was sie
anzieht und das unterscheidet sich je nach Arbeitswelt deutlich.
Bei der Bewerbungsentscheidung stehen bei Blue Collar faire
Entlohnung, gute Arbeitsbedingungen und ein starkes Team an der
Spitze – alle drei erreichen jeweils 4,65 von 5 Punkten. Planbarkeit
und eine gute Arbeitsorganisation folgen mit 4,43 Punkten.
White-Collar-Fachkräfte setzen andere Prioritäten : Für sie
zählen vor allem Kultur und Werte mit 4,42 Punkten, Sicherheit und
Stabilität mit 4,33 Punkten sowie Entwicklungs- und Karrierechancen
mit 4,01 Punkten.
„Wir müssen aufhören, jungen Fachkräften mangelnde Loyalität zu
unterstellen. Wer im Recruiting etwas verspricht, was der
Arbeitsalltag nicht hält, hat kein Generationenproblem, sondern ein
Glaubwürdigkeitsproblem. Junge Menschen gehen nicht, weil sie keine
Bindung wollen; sie gehen, wenn sie keinen Grund mehr sehen zu
bleiben“ , sagt Jutta Perfahl-Strilka, CEO von hokify.
Zwtl.: Digital ja. Social-only nein.
Wer alle unter 30- Jährigen über einen Kamm schert, versteht
weder ihre Jobs noch ihre Erwartungen. Das zeigt sich bereits bei der
Jobsuche: 72,0 % der Blue-Collar- und 80,0 % der White-Collar-
Befragten nutzen Online-Jobbörsen.
Auch persönliche Netzwerke und Unternehmenswebsites spielen eine
zentrale Rolle: Bei Blue Collar erreichen sie 50,0 % beziehungsweise
49,3 %, bei White Collar 47,5 % beziehungsweise 48,8 %. LinkedIn/Xing
kommt auf 32,7 % bei Blue und 42,5 % bei White Collar.
Junge Fachkräfte vergleichen Inserate, Unternehmensseiten und
Informationen aus ihrem Umfeld. Wer auf der Jobplattform überzeugt,
auf der eigenen Website aber nichts Konkretes zeigt, verliert bereits
vor dem ersten Gespräch an Glaubwürdigkeit und erhält somit von einem
ursprünglich Interessierten nicht mal mehr eine Bewerbung.
Zwtl.: Gehaltsangaben bringen die meisten Bewerbungen. Der Job muss
dann aber auch liefern.
Die Eye-Tracking-Untersuchungen zeigen: Inserate mit Gehalt,
Bonus und Zulagen erhalten die meiste Aufmerksamkeit und die höchste
Bewerbungswahrscheinlichkeit. Doch was zur Bewerbung bewegt, hält
Fachkräfte nicht automatisch im Unternehmen.
Bei White Collar ist schlechte Führung der stärkste Treiber der
Kündigungsabsicht. Danach folgt die fehlende Vereinbarkeit von Beruf
und Privatleben. Mehr Gehalt kann beschädigtes Vertrauen nicht
kompensieren.
Bei Blue Collar treibt vor allem die hohe Arbeitsbelastung den
Wechselwunsch. Entlastend wirken Autonomie, Rückhalt im Team,
Entwicklungsmöglichkeiten und faire Bezahlung. Attraktive Konditionen
bringen Bewerbungen – gute Strukturen sorgen dafür, dass Fachkräfte
bleiben.
Zwtl.: Fachkräfte sind heute weniger bereit, dauerhaft für schlechte
Strukturen zu bezahlen.
Junge Fachkräfte erwarten keine perfekten Arbeitgeber:innen. Aber
sie akzeptieren immer weniger, dass schlechte Führung, Überlastung
oder fehlende Verlässlichkeit dauerhaft zu ihrem Problem werden.
Der Report zeigt: Wechselbereitschaft entsteht dort, wo die
Realität dauerhaft hinter den Erwartungen aus dem Recruiting
zurückbleibt. Werden schlechte Strukturen zum Alltag, beginnt die
Bindung zu bröckeln. Mitarbeiterbindung entscheidet sich deshalb
nicht erst im Exit-Gespräch, sondern ab dem ersten Arbeitstag.
Arbeitgeber:innen müssen erkennen, wo Versprechen und Realität
auseinanderfallen – und handeln, bevor daraus ein konkreter
Wechselwunsch wird.
„Junge Fachkräfte sind nicht bindungsscheu. Sie sind nur weniger
bereit, dauerhaft für schlechte Strukturen zu bezahlen. Wer sie
halten will, braucht keine größeren Versprechen, sondern Jobs, die
der eigenen Stellenanzeige und den geschürten Erwartungen
standhalten“ , so Jutta Perfahl-Strilka abschließend.
Über die Studie
Der Young Gens Report 2026 wurde von hokify in Kooperation mit
der Hochschule Burgenland erstellt und untersucht, was junge
Fachkräfte unter 30 bei Jobsuche, Berufseinstieg und
Arbeitgeberbindung beeinflusst.
Die Datengrundlage umfasst vier standardisierte quantitative
Teilstudien mit jeweils 155 bis 164 ausgewerteten Beschäftigten aus
Blue- und White-Collar-Berufen. Ergänzend wurden 13 qualitative
Experteninterviews, fünf Fokusgruppendiskussionen mit Fachkräften
unter 30 sowie fünf explorative Eye-Tracking-Untersuchungen
ausgewertet.
Der vollständige Young Gens Report 2026 erscheint am 08.
September 2026.
Über hokify
hokify hat die Jobs, die Wirtschaft und Gesellschaft am Laufen
halten. Mit dem Anspruch “Einfach zu Do-it-Jobs” verbindet hokify,
die mobile Job und Candidate Plattform, mehr als 60.000 Unternehmen
mit jährlich 6,8 Millionen Nutzer:innen auf dem österreichischen und
deutschen Arbeitsmarkt. Kandidat:innen können sich direkt am
Smartphone bewerben – ganz ohne Anschreiben und mit einem Profil für
alle Bewerbungen. Als Social Media & Mobile Recruiting Experte
unterstützt hokify Unternehmen dabei, Do-it-Jobs einfach und
effizient zu besetzen. hokify wurde 2016 in Wien gegründet, ist Teil
der norika group, beschäftigt 100 Mitarbeiter:innen und ist die HR
Brand des Jahres 2024.*
*DRX Awards 2024: HR Brand des Jahres