Generaldirektorin der BWB präsentierte Bilanz für 2025 im Nationalrat: Kontinuität und Dynamik prägten das Wettbewerbsjahr

Wien (OTS) – Generaldirektorin der Bundeswettbewerbsbehörde
präsentierte Bilanz
für 2025 im Nationalrat: Kontinuität und Dynamik prägten das
Wettbewerbsjahr

Die Bundeswettbewerbsbehörde veröffentlichte ihren
Tätigkeitsbericht 2025 und die Generaldirektorin stellte die Bilanz
im Parlament den Nationalratsabgeordneten im Wirtschaftsausschuss
vor. Der Bericht wurde einstimmig angenommen.

TÄTIGKEITSBERICHT 2025

Unter dem Leitmotiv „Kontinuität und Dynamik“ zeigt die Behörde
ihre Aktivitäten zur Sicherung fairer Wettbewerbsbedingungen in
Österreich und gibt einen Überblick über zentrale Verfahren,
Marktuntersuchungen sowie die Weiterentwicklung ihrer
organisatorischen und digitalen Kompetenzen.

„ Wettbewerb braucht Kontinuität, verlässliche Regeln und deren
konsequente Durchsetzung. Gleichzeitig erfordern Digitalisierung,
künstliche Intelligenz und wirtschaftliche Umbrüche eine dynamische
Wettbewerbsaufsicht. Diese Balance prägt unsere Arbeit “, betont
Generaldirektorin für Wettbewerb Natalie Harsdorf.

„Fairer und freier Wettbewerb ist ein Grundpfeiler für die
Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes. Er sorgt für faire Chancen für
Unternehmen, schützt Konsumentinnen und Konsumenten und stärkt das
Vertrauen in den Wirtschaftsstandort. Die Bundeswettbewerbsbehörde
leistet dazu mit konsequenter Rechtsdurchsetzung, und
Marktbeobachtung einen wichtigen Beitrag. Der Tätigkeitsbericht 2025
unterstreicht das eindrücklich“, so Bundesminister Wolfgang
Hattmannsdorfer des BMWET.

Konsequente Durchsetzung des Wettbewerbsrechts – Von
Abfallwirtschaft bis zu Tankstellen

Im Jahr 2025 leitete die BWB insgesamt 19 Verfahren beim
Kartellgericht ein. Auf Antrag der BWB verhängten das Kartellgericht
und das Kartellobergericht Geldbußen in Höhe von insgesamt 81,74
Millionen Euro. Insgesamt wurden an 15 Standorten von Unternehmen
Hausdurchsuchungen durchgeführt. Schwerpunkte der Ermittlungen lagen
unter anderem in den Bereichen Bauwirtschaft, Abfallwirtschaft,
Energie, Lebensmittel, Glücksspiel, Immobilien sowie Tankstellen.

Im Rahmen der Zusammenschlusskontrolle prüfte die BWB 374
nationale und 330 europäische Zusammenschlüsse. In zwei Fällen wurde
eine vertiefte Prüfung beim Kartellgericht beantragt. Im
Glücksspielmarkt konnten bereits vor Einleitung eines gerichtlichen
Verfahrens Auflagen zur Sicherung des Wettbewerbs erreicht werden.

Weiters ist die BWB 229 Beschwerden wegen irreführender
Geschäftspraktiken nachgegangen.

Ausbau digitaler Kompetenzen und neue Ermittlungsansätze

Die zunehmende Digitalisierung der Märkte spiegelte sich auch in
der Weiterentwicklung der Behörde wieder. Mit dem neu eingerichteten
Referat Markt- und Kartellscreening stärkte die BWB ihre
Möglichkeiten zur proaktiven Aufdeckung wettbewerbswidriger
Verhaltensweisen. Gleichzeitig wurde die Abteilung für Forensik,
Datenanalyse und KI personell ausgebaut und die Nutzung digitaler
Ermittlungs- und Analyseinstrumente weiterentwickelt.

Beratung und Prävention

Neben der Durchsetzung des Wettbewerbsrechts setzte die BWB ihre
Informations-, Beratungs- und Präventionsarbeit fort. Die Behörde
beriet Unternehmen in der Anwendung von Kartellrecht, führte
Pränotifikationsverfahren in der Zusammenschlusskontrolle und
bearbeitete zahlreiche Anfragen zur Anmeldepflicht bei Fusionen.

Im Bereich Advocacy engagierte sich die BWB mit Vorträgen,
Fachveranstaltungen und Stellungnahmen zu Gesetzesvorhaben. Die
Behörde brachte ihre Expertise unter anderem zu den Entwürfen des
Elektrizitätswirtschaftsgesetzes, des Vergaberechtsgesetzes 2026, des
Europäischen Medienfreiheit-Begleitgesetzes sowie des Anti-
Mogelpackungs-Gesetzes ein.

Internationale Zusammenarbeit weiter gestärkt

Die internationale Vernetzung blieb auch 2025 ein wichtiger
Schwerpunkt. Generaldirektorin Natalie Harsdorf übernahm den Vorsitz
der OECD-Arbeitsgruppe für Wettbewerb und Regulierung und wurde
erneut als Vertreterin in die DMA High Level Group gewählt. Darüber
hinaus engagierte sich die BWB aktiv in europäischen und
internationalen Netzwerken wie dem European Competition Network der
OECD und dem International Competition Network.

Personal und Organisation

Zum Jahresende 2025 beschäftigte die BWB 68 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter. Im Berichtsjahr wurden mehrere organisatorische
Weiterentwicklungen umgesetzt, darunter die Bestellung der Leitung
der Stabstelle, die Einrichtung des Referats Markt- und
Kartellscreening sowie der weitere Ausbau digitaler Fachkompetenzen
innerhalb der Behörde.

Tätigkeitsbericht 2025 der Bundeswettbewerbsbehörde
Der Tätigkeitsbericht bietet einen umfassenden Überblick über die
Arbeit der BWB im Jahr 2025, ihre Verfahren, Marktuntersuchungen,
internationale Aktivitäten sowie die organisatorische
Weiterentwicklung der Behörde. Jährlich präsentiert die BWB den
Bericht den Nationalratsabgeordneten.