Wien (OTS) – Die heute von der Statistik Austria veröffentlichten
Budgetzahlen
2025 zeichnen ein klares und deutliches Bild beim Maastricht-Defizit.
Die österreichischen Gemeinden und Städte ohne die Stadt Wien haben
ihr Defizit von 2024 auf 2025 um 25 Prozent reduziert. „Im Vergleich
mit den anderen Ebenen waren die Gemeinden und Städte ohne Wien die
Sparmeister der Nation. Leider ist die Gesamtdarstellung der
Statistik Austria, wo die Stadt Wien als Bundesland auch allen
Gemeinden zugerechnet wird, irreführend“, erklärt Gemeindebund-
Präsident Johannes Pressl. So zeigt der Blick in die Detailergebnisse
des öffentlichen Defizits, dass die Gemeinden am meisten gespart und
ihr Defizit von 2024 auf 2025 um 25 Prozent (von -1,2 Milliarden auf
-904 Millionen Euro) reduziert haben. Der Bund hat sein Defizit um 9
Prozent und die Länder ohne Wien haben ihr Defizit um 1,2 Prozent
reduziert. Die Stadt Wien alleine hat ihr Defizit um mehr als 31
Prozent gesteigert (von -1,8 Milliarden auf -2,37 Milliarden Euro).
„In der Debatte um die Einhaltung des Stabilitätspakt brauchen
wir auch Ehrlichkeit in der Darstellung der Zahlen. Seitens der
Gemeinden haben wir alles getan, um die Stabilitätspaktkriterien zu
erfüllen. Es schmerzt, wenn aufgrund einer irreführenden Darstellung
unberechtigte Kritik an den 2.091 Gemeinden ohne Wien geübt wird. Die
Gemeinden und Städte ohne Wien sind im letzten Jahr massiv in
Vorleistung gegangen und haben ihre Budgets durchforstet und in
vielen Bereichen gespart. In vielen Gemeinden wurden Investitionen
zurückgestellt, damit es ein Stück mehr budgetären Spielraum gibt“,
so Pressl. In diesem Zusammenhang verweist der Gemeindebund-Präsident
auch auf den Ausbau und die Stärkung der Kooperation der Gemeinden.