Gatterjagd: Eine Begehung durch Tierschutz zeigt: auch Jagdgatter Draskovich aktiv

Wien (OTS) – „Wer soll das schon merken?“, scheinen sich die ehemals
adeligen
Gatterjagdbetreiber im Burgenland zu denken. Seit Februar 2023 ist
die Gatterjagd im Burgenland verboten, seit damals sollten alle
Jagdgatter aufgelöst sein, zumindest die Zäune für Wildtiere
durchlässig gemacht. Eine Anfrage des VGT bei der BH Güssing ergab am
24. Oktober 2025, dass es bereits 2 behördliche Kontrollen des
Jagdgatters von Nikolaus Draskovich bei Strem im Burgenland gegen
hat. Diese hätten gezeigt, dass der Zaun für Wildtiere durchlässig
war. Jetzt sind aber Tierschützer:innen des VGT das gesamte
Jagdgatter von Draskovich systematisch abgegangen und haben gefunden,
dass der Zaun überall wilddicht verschlossen war. Ein eindeutiger
Bruch des Gesetzes! Der VGT hat Anzeige erstattet.

VGT-Obperson DDr. Martin Balluch dazu: „Zuerst bei Mensdorff-
Pouilly , jetzt bei Draskovich. Der ehemalige Adel und
Großgrundbesitz, der sich traditionell bei Gatterjagden die Zeit
vertrieben hat, schert sich wieder einmal nicht um die Gesetze.
Tierschutz ist, so vermutlich die Einstellung, nur ein Scherz am
Rande und wenn, dann für das niedrige Volk. Wie kann es sein, dass
fast 3 Jahre nach Inkrafttreten des Verbots diese Jagdgatter noch
immer geschlossen und damit in Betrieb sind? Ein geschlossenes Gatter
wird seine Tiere füttern müssen und sie dann bejagen. Niemand kann
mir erzählen, dass in einem geschlossenen Gatter keine Jagd
stattfindet. Und so eine Jagd nennt man eine Gatterjagd, die
eigentlich verboten ist. In der Praxis hat sich also die Situation
der Tiere in diesen Gattern verschlechtert: jetzt gibt es nicht
einmal mehr Auflagen für die Anzahl der Treibjagden, die Nutzung von
Hunden oder das Vorgehen bei Blutauffrischung. Die Gatterjagd wurde
in den Untergrund verlagert und die Behörde kümmert’s nicht. Ein
Skandal! “

Pressefotos (Copyright: VGT.at)