Wien (OTS) – Die Stadt Wien setzt ihre Investitionen in die Sanierung
und den
Erhalt seiner 1.800 Wohnhausanlagen mit insgesamt 220.000
Gemeindewohnungen konsequent fort, um die Wohnqualität ihrer Bewohner
*innen langfristig zu sichern.
„ Wien wird international beneidet für die beeindruckende
Dimension und Qualität seines sozialen Wohnbaus – und das völlig zu
Recht. Die große Tradition des Wiener Gemeindebaus mit leistbaren
Mieten und Sicherheit für eine halbe Million Wienerinnen und Wiener
bringt auch eine besondere Verantwortung für den Erhalt dieses
Wohnschatzes für künftige Generationen mit sich. Mit unserem
milliardenschweren Sanierungsprogramm stellen wir sicher, dass
leistbare Mieten, hohe Wohnstandards und wirksame Maßnahmen für
Klimaschutz und Energieeffizienz Hand in Hand gehen. Und sorgen mit
diesem Rekordeinsatz auch für eine nachhaltige Stärkung der
Bauwirtschaft “, betont Vizebürgermeisterin und Wohnbaustadträtin
Kathrin Gaál.
Milliardeninvestition für zukunftsfitten Gemeindebau
In der Bauphase befinden sich aktuell 99 Gemeindebausanierungen mit
über 13.500 Mietobjekten und einem Investitionsvolumen von 1,16
Milliarden Euro. Von diesen umfassenden Sanierungsmaßnahmen
profitieren insgesamt 35.000 Bewohner*innen.
Seit 2020 wurden 79 Großsanierungen von Wohnhausanlagen mit rund
9.500 Gemeindewohnungen und Investitionen von über einer halben
Milliarde Euro fertiggestellt. Von den damit umgesetzten
Verbesserungen profitieren bereits über 23.000 Gemeindebau-Bewohner*
innen bei weiterhin leistbaren Mieten.
Kräftiger Impuls für Bauwirtschaft
Die umfassenden Sanierungsprojekte von Wohnhausanlagen mit oft
hunderten Wohnungen erfordern eine Vielzahl von Gewerken: von
Dachdeckern und Spenglern über Baumeister und Schlosser bis zu
Tischlern und Fensterbauern. Damit garantieren sie kontinuierliche
und zuverlässige Aufträge, welche die lokale Bauwirtschaft stärken.
So sichern die Rekordinvestitionen für die Gemeindebau-Sanierungen
auch eine Vielzahl an Arbeitsplätzen im Bau- und Baunebengewerbe
sowie bei zahlreichen Zulieferern aus Klein- und Mittelbetrieben.
Gesamtmodernisierung der (denkmalgeschützten) Gemeindebauten
Sanierungsprojekte von Wiener Wohnen sind weit mehr als die
Ertüchtigung von historischen Gebäuden. Mit einem Bündel an Maßnahmen
und Verbesserungen machen sie die Wohnhausanlagen zukunftsfit. Mit
dem obersten Ziel, die Lebensqualität und Sicherheit der Bewohner*
innen zu stärken – und die Umwelt zu schonen. Eine wichtige Rolle
spielen dabei thermische Maßnahmen: etwa Fassadendämmungen,
Kellerdeckendämmungen und der Austausch von Fenstern und Türen. Damit
wird der Heizwärmebedarf um 70 bis 80 Prozent gesenkt und die
Energiekosten der Mieter*innen spürbar reduziert. Zentral sind ebenso
Maßnahmen für mehr Barrierefreiheit, wie etwa die Errichtung von
Aufzügen, Rampen etc. und die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum.
Zudem werden moderne Sicherheits- und Brandschutzmaßnahmen, wie
einbruchshemmende Eingangstüren und effiziente
Brandrauchentlüftungen, sowie Maßnahmen gegen sommerliche Überhitzung
umgesetzt. Abseits von diesen Großsanierungen finden in den
Wohnhausanlagen natürlich auch regelmäßig Instandhaltungen und
Reparaturen statt.
Baustellenbilanz: 23 Großsanierungen gestartet, 11 Projekte
abgeschlossen
Im heurigen Jahr hat Wiener Wohnen 23 neue Sanierungsprojekte (2.200
Mietobjekte) mit einem Investitionsvolumen von über 200 Mio. Euro
gestartet. Für rund 5.500 Bewohner*innen wurden damit heuer
wesentliche Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Wohnqualität
eingeleitet. Vollständig abgeschlossen wurden heuer bereits elf
Sanierungsprojekte – rund 2.000 Mieter*innen profitieren unter
anderem von einer massiven Absenkung des Heizwärmebedarfs.
Sprechen wir darüber: Sanierungskommunikation mit Bewohner*innen
Für das Gelingen von derart großen Sanierungsprojekten im
bewohnten Zustand – mit naturgemäß vielen Herausforderungen – nimmt
neben der akribischen Planung die laufende Information und Betreuung
der Bewohner*innen eine zentrale Rolle ein. Auch diesen Bereich hat
Wiener Wohnen verstärkt:
So fanden heuer (neben der üblichen Kommunikation über Schreiben,
Hausaushänge, digitale Kanäle und die Wiener Wohnen Service Nummer 05
75 75 75) bisher 25 große Mieter*innenveranstaltungen statt; sie sind
wichtige Foren, um die Hausmodernisierung allen Bewohner*innen
vorzustellen, Abläufe und Fortschritte zu erklären, Fragen und
Anliegen ausführlich zu besprechen und zu guter Letzt den
erfolgreichen Sanierungsabschluss gemeinsam zu feiern. Bei laufenden
Sanierungsbaustellen betreibt Wiener Wohnen zudem aktuell zehn Mieter
*innenbetreuungsbüros – um für alle Anliegen der Bewohner*innen
direkt vor Ort zur Verfügung zu stehen.
„Sanierungen stellen für Bewohner*innen einen großen Einschnitt
dar. Wiener Wohnen ist mit den ausführenden Baufirmen bestrebt, die
Unannehmlichkeiten so gering wie möglich zu halten. Die
Größenordnungen der meisten Sanierungsvorhaben sind auch für Wiener
Wohnen herausfordernd, jedes Detail muss stimmen, von der Planung
über die Baustellenkoordination, die Kontrolle der ausführenden
Firmen und die Abstimmung mit den Mieter*innen. Daher macht es mich
stolz, dass 2025 wiederum eine hohe Anzahl an Projekten gestartet
werden konnte und wir so den Gemeindebau Schritt für Schritt
zukunftsfit machen“, erklärt Wiener Wohnen-Direktorin Karin Ramser.
Beispielhaft 3 Sanierungsprojekte, die heuer fertig gestellt wurden
13., Gemeindeberggasse 10–24
Erhebliche Steigerung der Energieeffizienz des 1958 errichteten
Gemeindebaus: umfassende Dämmung der Fassade, Geschoss- und
Kellerdecken, wie auch neue Wärmeschutzfenster, Balkontüren, Wohnungs
– und Stiegenhaustüren. Dadurch Heizwärmebedarf-Reduktion von über 75
Prozent. Viele weitere Maßnahmen, ua zwei neue Müllplätze, Fahrrad-
und Kinderwagenabstellplätze neu errichtet sowie gemeinsame
Waschküche erneuert.
15., Weiglgasse 11
Der 79 Wohnungen umfassende Gemeindebau (Jahrgang 1978) wurde im
Rahmen der Sanierung mit großzügigen Balkonzubauten und -ausbauten
aufgewertet; vorhandene Loggien wärmedämmend vollverglast. Fenster,
Balkontüren sowie Wohnungs- und Stiegenhaustüren erneuert und der
Gartenbereich neugestaltet.
16., Redtenbachergasse 22–32
Im Siegel-Hof (1930/31 errichtet) wurden mit der Sanierung fünf
neue Gemeindewohnungen im Dachgeschoß geschaffen; die Stiegenhäuser
sind nun barrierefrei erreichbar und mit einer Rauch- und
Wärmeabzugsanlage ausgerüstet, alle Wohnungen mit neuen
Brandschutztüren ausgestattet. Reduktion des Heizwärmebedarfs um 80
Prozent.