Niederösterreich (OTS) – „Die medizinische Versorgung durch Hausärzte
in Niederösterreich ist
an vielen Wochenenden ein Drama – für Patienten wie für das System“,
stellt Hubert Pelikan , Sprecher der Freiheitlichen Wirtschaft für
das Personenbeförderungsgewerbe in der WKNÖ, klar.
Pelikan hat daher bereits im Juni einen konkreten Lösungsvorschlag an
die Ärztekammer NÖ, Gesundheitslandesrätin Eva Prischl und die ÖGK NÖ
übermittelt: Ein mobiler Ärztenotdienst am Wochenende , der von einem
diensthabenden Arzt gemeinsam mit den Krankenbeförderungs-Partnern
des Taxigewerbes durchgeführt wird.
„Anstatt in jedem Bezirk bis zu sieben Ärztesprengel besetzen zu
müssen – was angesichts des Ärztemangels unrealistisch ist – fährt
ein Arzt mit einem Taxifahrzeug von Haus zu Haus. Das entlastet die
ÖGK finanziell, spart Ressourcen und schont vor allem die kranken
Menschen, die sonst mühsam in Ordinationen kommen müssten“, erklärt
Pelikan.
Die Ärztekammer und die Gesundheitslandesrätin zeigten sich offen
– nur die ÖGK schweigt seit Monaten . „Seit Mitte Juni warten wir auf
einen Gesprächstermin. Offensichtlich besteht dort weder echtes
Interesse noch ernsthafter Sparwille. Sonst wäre man längst im
Dialog“, kritisiert Pelikan scharf.
Der Vorschlag wurde mittlerweile sogar im NÖ Landtag behandelt
und einstimmig angenommen . Für Pelikan ist klar: „Mit Telemedizin
allein wird man die medizinische Realität am Land nicht bewältigen.
Wer das glaubt, lebt an der Lebenswirklichkeit der Menschen vorbei.
Es braucht endlich Taten, nicht Ausreden.“