Wien (OTS) – Die Freiheitliche Wirtschaft begrüßt ausdrücklich, dass
Unternehmer
Stephan Zöchling mit seinem Think Tank „Zusammen stärker“
wirtschaftliche und politische Missstände offen anspricht, die
Österreich seit Jahren lähmen. Seine Kritik an ausufernder
Bürokratie, hohen Standortkosten, der Pflichtmitgliedschaft in den
Kammern, dem Reformstau in der Wirtschaftskammer, aufgeblähten ORF-
Strukturen und der sinkenden Wettbewerbsfähigkeit ist in vielen
Punkten richtig.
Umso unverständlicher ist es, wenn Zöchling gleichzeitig immer
wieder pauschal gegen die FPÖ und freiheitliche Positionen austeilt.
Wer sich sachlich mit den wirtschaftspolitischen Forderungen der
Freiheitlichen Wirtschaft auseinandersetzt, wird rasch erkennen, dass
es deutlich mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede gibt.
Die Freiheitliche Wirtschaft fordert seit Jahren einen
konsequenten Bürokratieabbau, verbindliche Sunset-Klauseln für neue
Vorschriften, ein Ende des österreichischen Gold-Platings, niedrigere
Lohnnebenkosten, leistbare Energiepreise und eine spürbare Senkung
der Steuer- und Abgabenquote. Ebenso treten wir für das Ende der
Pflichtmitgliedschaft, eine grundlegende Reform der Wirtschaftskammer
und mehr unternehmerische Freiheit ein.
Auch die Kritik an einer ständig wachsenden Staatsquote und an
den überholten Strukturen des ORF ist keine neue Erkenntnis. Die
Freiheitliche Wirtschaft hat diese Fehlentwicklungen frühzeitig
angesprochen und konkrete Reformvorschläge vorgelegt.
Gerade die jüngsten Vorgänge innerhalb der Wirtschaftskammer
zeigen, dass es sich nicht um vereinzelte Fehlentwicklungen, sondern
um strukturelle Probleme handelt. Wer Österreich wirtschaftlich
wieder nach vorne bringen will, sollte daher jene Kräfte
zusammenführen, die Reformen tatsächlich umsetzen wollen, anstatt sie
pauschal voneinander abzugrenzen.
„Wer dieselben Probleme erkennt und ähnliche Reformen fordert,
sollte ideologische Scheuklappen ablegen und das Gemeinsame vor das
Trennende stellen. Die Freiheitliche Wirtschaft ist jederzeit zu
einem offenen und sachlichen Austausch bereit. Pauschale Angriffe auf
die FPÖ werden jedoch weder ihren wirtschaftspolitischen Positionen
gerecht, noch bringen sie Österreich einen Schritt weiter. Unser
gemeinsames Ziel muss ein freies, leistungsorientiertes und
wettbewerbsfähiges Österreich sein. Herr Zöchling ist herzlich
eingeladen, mit uns über konkrete Reformen zu sprechen“, betont FW-
Generalsekretär Reinhard Langthaler.