Wien/Graz (OTS) – Die Freiheitliche Wirtschaft (FW) übt scharfe
Kritik an den neuen EU-
Vorgaben im Bereich Verpackung und Verpackungsabfall. Hintergrund ist
die neue EU-Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle (PPWR
), die seit 2025 in Kraft getreten ist und ab August 2026 allgemein
anwendbar wird. Ziel der Verordnung ist unter anderem, Verpackungen
stärker zu regulieren und bestimmte Formate ab 2030 zu verbieten.
Gerade in einer wirtschaftlich angespannten Zeit bedeutet das für
viele Unternehmen wieder neue Umstellungen, neue Prüfpflichten, neue
Investitionen und neue Unsicherheiten. Laut Berichten und ersten
Einschätzungen aus der Wirtschaft drohen teure Anpassungen bei
Maschinen, Abläufen und Verpackungslösungen und das ausgerechnet für
Betriebe, die schon jetzt unter Energiepreisen, Lohnkosten,
Berichtspflichten und internationalem Wettbewerbsdruck leiden.
„Was sich hier einmal mehr zeigt, ist der völlig aus dem Ruder
gelaufene Regulierungsapparat in Brüssel. Den Betrieben fällt längst
keine Entlastung mehr auf, sondern nur noch neue Vorschriften,
Verbote und Schikanen. Unsere Unternehmen sollen investieren,
Arbeitsplätze sichern und im internationalen Wettbewerb bestehen,
werden aber stattdessen mit einer endlosen Bürokratielawine
zugedeckt. Wir regulieren uns in Europa schön langsam zu Tode. Es
stellt sich wirklich die Frage, was dort für Leute sitzen, denen
ständig neue Belastungen für arbeitende und produzierende Betriebe
einfallen“, so FW-Bundesobmann-Stellvertreter Thomas Kainz.
Besonders unverständlich ist aus Sicht der Freiheitlichen
Wirtschaft, dass funktionierende Systeme und bestehende Investitionen
zunehmend entwertet werden. Wenn Unternehmen gezwungen werden,
Maschinen oder Verpackungslösungen vorzeitig auszutauschen, obwohl
diese technisch einwandfrei und oft noch jahrelang nutzbar wären,
dann ist das weder wirtschaftlich vernünftig noch automatisch
ökologisch sinnvoll. Auch die Europäische Kommission selbst verweist
auf weitreichende neue Anforderungen an Design, Recyclingfähigkeit
und Verpackungsreduktion bis 2030.
Die Freiheitliche Wirtschaft fordert daher ein sofortiges
Umdenken auf europäischer Ebene: weniger ideologische
Detailregelungen, weniger Bevormundung und endlich wieder mehr
wirtschaftliche Vernunft. Unternehmer brauchen Freiraum statt
Formularpflichten, Planbarkeit statt Dauerumbau und Entlastung statt
neuer Belastungswellen.
„Wer ständig neue Vorschriften erlässt, ohne die Realität in den
Betrieben zu kennen, gefährdet Wertschöpfung, Arbeitsplätze und
Investitionen. Europa muss endlich aufhören, seinen produktiven
Mittelstand mit Überregulierung zu ersticken. Was wir brauchen, ist
keine neue Verpackungsbürokratie, sondern ein politisches Ende dieser
Regulierungsbesessenheit“, betont Landesobmann der FW-Stmk, Thomas
Kainz abschließend.