Wien (OTS) – „Die Kommunikation in den letzten Tagen in der
Öffentlichkeit war
absolut fatal und hat ein schiefes Licht auf die Wirtschaftskammer
geworfen. Es muss jetzt allen handelnden Entscheidungsträgern klar
sein, dass man ohne vertrauensbildende Reformmaßnahmen nicht zur
Tagesordnung übergehen kann“, so der Bundesobmann der Freiheitlichen
Wirtschaft, Matthias Krenn.
Die Wirtschaftskammern mit ihren Mitarbeitern haben im
Zusammenhang mit dem Interessensausgleich stets eine wichtige Rolle
gespielt und sind als solches auch in Zukunft notwendig. Auch sind
sie mit ihrem breiten Serviceangebot, mit ihrer wertvollen Expertise
und vor allem auch mit ihrer Außenwirtschaftsorganisation eine
wichtige, nicht zu unterschätzende Säule für viele Unternehmen.
Dieses Vertrauen und diese Sicht auf die Wirtschaftskammer muss
wieder hergestellt werden.
„Daher braucht es gerade jetzt eine starke, laute und
glaubwürdige Interessensvertretung der Wirtschaft, die eine massiv
fehlgeleitete Bundespolitik klar, unmissverständlich und unnachgiebig
mit aller Konsequenz aufzeigt“, so Krenn.
Die aus dem Ruder laufende Staatsverschuldung, die höchste
Inflationsrate aller EU-Staaten, eine Rekordabgabenquote von über 56
%, Rekordinsolvenzen, enorme Energiekosten, überschießende
Lohnnebenkosten, der nach wie vor steigende Bürokratiewucher,
staatliche Überregulierungen von EU-Vorschriften uvm. bringen die
Wirtschaft an den Rand der Existenz.
Das alles sind überwiegend hausgemachte Entwicklungen einer
versagenden Bundespolitik, die unseren Wirtschaftsstandort sehenden
Auges an die Wand fährt und das erarbeitete Wohlstandsmodell
nachhaltig gefährdet. Leistungsbereitschaft wird nicht belohnt,
sondern bestraft. Das sind die wahren Ursachen einer einzigartigen
Misere!
Aber auch in der Wirtschaftskammer gibt es akuten
Handlungsbedarf, um das nötige Vertrauen wieder herzustellen. Ohne
jegliche Tabus sind alle aktuellen Strukturen auf eine zeitgemäße
Ausrichtung zu prüfen und anzupassen. „Dazu hat die Freiheitliche
Wirtschaft (FW) einen Antrag an das kommende Wirtschaftsparlament
Ende November eingebracht um unverzügliche Reformmaßnahmen
einzufordern. Dies muss ehestmöglich, unter Einbindung aller
Fraktionen und Entscheidungsträger erfolgen“, mahnt Krenn.
„Die DNA der Freiheitlichen Wirtschaft (FW) ist seit jeher, die
freiwillige Mitgliedschaft . Es braucht jetzt eine umfassende Reform
ohne Tabus, dessen Ziel die kontinuierliche Optimierung einer
Interessensvertretung , die regelmäßige Evaluierung der Kosten- und
Verwaltungsstrukturen sowie die jährliche Vorlage eines Reform-,
Einspar- und Verbesserungsberichts an das Wirtschaftsparlament ist“,
so Krenn abschließend.