FW-Achhorner: Betriebsnachfolgen endlich zur Chefsache machen!

Wien/Innsbruck (OTS) – Bis zum Jahr 2030 benötigt nahezu jedes zweite
mittelständische
Unternehmen in Österreich eine Nachfolgelösung. Rund 51.000
Arbeitgeberbetriebe mit fast 700.000 Arbeitsplätzen sind davon
betroffen. Für die Freiheitliche Wirtschaft (FW) ist klar: Die
Betriebsnachfolge entwickelt sich zu einer der größten
wirtschaftspolitischen Herausforderungen der kommenden Jahre –
dennoch fehlt bis heute eine umfassende nationale Strategie.

Eine erfolgreiche Betriebsübergabe sichert Arbeitsplätze, Know-
how, regionale Wertschöpfung und den Fortbestand tausender
Familienbetriebe. Scheitern Übergaben, verschwinden nicht nur
Unternehmen vom Markt, sondern oft auch über Generationen aufgebautes
unternehmerisches Lebenswerk.

Zwar wurde vom Wirtschaftsministerium gemeinsam mit der
Wirtschaftskammer und der Jungen Wirtschaft eine sogenannte
„Nachfolge-Taskforce“ eingerichtet, doch deren Bekanntheitsgrad und
praktische Wirkung bleiben bislang überschaubar. Viele Unternehmer
erfahren zu spät oder gar nicht von bestehenden
Unterstützungsangeboten. Dabei benötigen Unternehmensbewertungen,
Finanzierungsmodelle, steuerliche Gestaltung, rechtliche Fragen und
die Suche nach geeigneten Nachfolgern oftmals jahrelange
Vorbereitung.

Die FW fordert daher die ÖVP-SPÖ-NEOS-Bundesregierung auf, die
Betriebsnachfolge endlich zu einem strategischen Schwerpunkt der
Wirtschaftspolitik zu machen. Notwendig sind eine österreichweite
Informations- und Bewusstseinsoffensive, der konsequente Abbau
bürokratischer Hürden, attraktive steuerliche Rahmenbedingungen für
Betriebsübergaben sowie eine stärkere Vernetzung zwischen
übergabewilligen Unternehmern und potenziellen Nachfolgern. Gerade
vor dem Hintergrund des demografischen Wandels darf Österreich nicht
zulassen, dass wirtschaftlich gesunde Betriebe mangels
Nachfolgelösung schließen oder ins Ausland verkauft werden.

Die Landesobfrau der FW-Tirol, DI Evelyn Achhorner dazu: „Die
Unternehmensnachfolge entscheidet mit darüber, wie wettbewerbsfähig
unser Wirtschaftsstandort in Zukunft sein wird. Jeder erfolgreich
übergebene Betrieb sichert Arbeitsplätze, Wertschöpfung und
unternehmerisches Know-how in Österreich. Deshalb muss die
Bundesregierung das Thema endlich zur Chefsache erklären und eine
echte nationale Nachfolgestrategie auf den Weg bringen. Wer den
Mittelstand stärken will, muss dafür sorgen, dass erfolgreiche
Betriebe auch in der nächsten Generation eine Zukunft haben.“