Alpbach/Wien (OTS) – Wie das Gesundheitswesen der Zukunft gestaltet
werden kann, stand
heute im Mittelpunkt der Diskussion „Die Zukunft des
Gesundheitswesens gestalten – Krankenhäuser und Primärversorgung“
beim Europäischen Forum Alpbach 2026. Im Zentrum standen die
Herausforderungen durch den steigenden Versorgungsbedarf, den
Fachkräftemangel, neue Versorgungsstrukturen sowie die Chancen einer
stärker vernetzten und patient:innenzentrierten
Gesundheitsversorgung.
Bundesministerin für Soziales, Gesundheit, Pflege und
Konsumentenschutz Korinna Schumann betonte dabei die Notwendigkeit,
Spitäler gezielt zu entlasten und die Primärversorgung sowie
Fachärzt:innenzentren weiter auszubauen. Ziel müsse es sein,
Patient:innenwege einfacher und transparenter zu gestalten und
gleichzeitig die Gesundheitsversorgung insbesondere in weniger dicht
besiedelten Regionen nachhaltig zu sichern.
Auch die Möglichkeiten des Europäischen Gesundheitsdatenraums (
EHDS – European Health Data Space) wurden diskutiert. Schumann
verwies dabei auf internationale Vorbilder wie Estland, wo durch
Transparenz und Vertrauen in den Umgang mit Gesundheitsdaten die
Akzeptanz digitaler Lösungen erfolgreich gestärkt werden konnte.
Gleichzeitig unterstrich sie die Bedeutung einer sicheren
europäischen Gesundheitsversorgung und einer stärkeren Unabhängigkeit
bei der Produktion essenzieller Medikamente.
Für die FSG-younion steht fest: Die Weiterentwicklung des
Gesundheitssystems muss auf dem Fundament einer starken öffentlichen
Daseinsvorsorge erfolgen. Besonders erfreulich ist daher das klare
Bekenntnis der zuständigen Ministerin zur Stärkung des öffentlichen
Systems und ihre eindeutige Ablehnung von Privatisierungen im
Gesundheitsbereich.
„Ein modernes Gesundheitswesen braucht Innovation,
Digitalisierung und neue Versorgungsmodelle. Gleichzeitig darf aber
niemals der Zugang zu hochwertiger medizinischer Versorgung vom
Einkommen abhängig werden. Die klare Absage von Gesundheitsministerin
Korinna Schumann an Privatisierungen ist daher ein wichtiges Signal
für alle Beschäftigten und Patient:innen. Öffentliche
Gesundheitsversorgung ist keine Ware, sondern ein Grundrecht“, betont
Vorsitzender der Wiener Hauptgruppe 2 „Team Gesundheit“ innerhalb der
FSG-younion, Edgar Martin.
Die FSG-younion verweist in diesem Zusammenhang auf ihre
Grundwerte, wonach qualitativ hochwertige öffentliche
Dienstleistungen eine tragende Säule für Lebensqualität, sozialen
Zusammenhalt und Chancengerechtigkeit darstellen. Die Organisation
bekennt sich ausdrücklich zum Schutz der Daseinsvorsorge sowie zum
Schutz öffentlicher Leistungen vor Liberalisierung und
Privatisierung.
Die angekündigte Fortsetzung der Gesundheitsreform, mehr
Transparenz im Wahlarztbereich sowie die gezielte Entlastung der
Krankenhäuser durch einen Ausbau der Primärversorgung sind aus Sicht
der FSG-younion wichtige Schritte, um die Versorgung langfristig
sicherzustellen. Gleichzeitig müssen die Spitäler als Rückgrat des
öffentlichen Gesundheitswesens gestärkt und auf ihrem Weg zur
Spitzenmedizin unterstützt werden.
Für die FSG-younion ist klar: Die Gesundheitsversorgung der
Zukunft ist öffentlich, solidarisch, digital unterstützt und an den
Bedürfnissen der Menschen orientiert. Privatisierung ist dafür kein
Lösungsweg. Nur ein starkes öffentliches Gesundheitssystem kann
Versorgungssicherheit, soziale Gerechtigkeit und beste
Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten im Gesundheitsbereich
dauerhaft gewährleisten.