„Frauen hinter Trump“: „kreuz & quer“ gibt Einblick in ein dichtes Geflecht aus Glauben, Politik und Verschwörungserzählungen

Wien (OTS) – Sie unterstützen Trump, waren beim Sturm aufs Kapitol
aktiv beteiligt
und glauben an eine große Verschwörung: Frauen hinter Trump. Doch wer
sind sie und woran glauben sie genau? Eine britische Filmemacherin
und eine amerikanische Ethnografin haben sich gemeinsam mit einer von
Trumps Anhängerinnen auf einen Roadtrip gemacht, um genau diese
Fragen zu beantworten. „kreuz & quer“ gibt am Dienstag, dem 28. April
2026, um 23.05 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON Einblick in ein dichtes
Geflecht aus Glauben, Politik und Verschwörungserzählungen.

Über die verschiedenen Begegnungen entfaltet die Dokumentation
„Frauen hinter Trump – Glaube, Politik und Verschwörung“ ein Porträt
von sehr unterschiedlichen Frauen, die sich im Umfeld der US-
amerikanischen Trump-Bewegung radikalisiert haben. Im Zentrum steht
Yvonne, die versucht, sowohl die Filmemacherin als auch die
Ethnografin von ihrer Weltsicht zu überzeugen.

Gemeinsam mit der Regisseurin Liz Smith und der Ethnografin
Noelle Cook trifft sie unterwegs auf einige Gleichgesinnte, die ihre
Überzeugungen teilen und zugleich sehr persönliche Lebensgeschichten
mitbringen. Der Film macht sichtbar, wie eng individuelle
Erfahrungen, biografische Brüche und politische Radikalisierung
miteinander verwoben sein können. So wird etwa deutlich, wie stark
das Bedürfnis nach Zugehörigkeit und die Suche nach einem tieferen
Sinn wirken: „Ich glaube fest daran, dass ich eine Sternensaat bin.
Denn diese Welt ergibt für mich keinen Sinn“, erklärt Yvonne und
bringt damit eine Weltsicht zum Ausdruck, die für Außenstehende
schwer nachvollziehbar ist, für sie selbst jedoch Orientierung
bietet.

Die Dokumentation zeigt, wie Verschwörungserzählungen nicht nur
politische Positionen prägen, sondern auch als Deutungsangebote für
persönliche Krisen dienen können. Gleichzeitig wird deutlich, wie
schwierig es für Außenstehende wie die Ethnografin Noelle Cook ist,
Empathie und kritische Distanz in Einklang zu bringen. Zwischen
persönlichen Schicksalen, radikalen Überzeugungen und überraschenden
Momenten von Nähe entsteht ein vielschichtiges und differenziertes
Bild der Protagonistinnen. Zugleich stellt der Film die hochaktuelle
Frage, wie Verständigung in einer zunehmend polarisierten
Gesellschaft noch möglich ist.