Wien (OTS) – Die Wiener FPÖ hat heute, Montag, im Rahmen einer
Pressekonferenz vor
einem zunehmenden Sicherheitsnotstand in der Bundeshauptstadt
gewarnt. Der nicht amtsführende Stadtrat Dominik Nepp zeichnete
Innenminister Karner (ÖVP) als auch Bürgermeister Ludwig (SPÖ) für
die aktuelle Situation verantwortlich. „Die Zahl der Anzeigen ist im
Jahr 2024 um fünf Prozent gestiegen. Auf Wiens Straßen ereignen sich
im Durchschnitt täglich drei Messerattacken“, sagte Nepp. Von knapp
1.500 geplanten neuen Polizeikräften in ganz Österreich sei nur ein
Teil für Wien vorgesehen. „Das ist zu wenig, wir brauchen allein in
Wien 1.500“, betonte der FPÖ-Politiker. Er forderte Bürgermeister
Ludwig auf, sich auf Bundesebene für mehr Polizeikräfte in Wien
einzusetzen. Besonders problematisch sei auch, dass zwei Drittel
aller Polizeidienststellen in Wien nachts und an Wochenenden
geschlossen seien, um Dienstzeiten einzusparen, so Nepp. Außerdem
leide die Polizei unter zahlreichen Kündigungen, weil viele
Neueinsteigerinnen und Neueinsteiger „oft schnell das Handtuch
werfen“ würden, sagte Nepp. Er forderte einen Sicherheitsgipfel für
die Bundeshauptstadt, „um einen funktionierenden Sicherheitsapparat
zu gewährleisten“.
Der nicht amtsführende Stadtrat Stefan Berger machte
„Problemzonen“ im Stadtgebiet aus: So habe sich beispielsweise in der
Filmteichstraße im 10. Bezirk über sieben Jahre hinweg eine Raser-
Szene etabliert. Lärmbelästigung und Autorennen würden von der Stadt
Wien nicht ausreichend bekämpft. Weiters habe sich in der
Gumpendorfer Straße ein Drogenhotspot bis zum Westbahnhof gebildet,
so der FPÖ-Mandatar. Er forderte ebenfalls Innenminister und
Bürgermeister auf, die Lage schnellstmöglich zu entschärfen, bevor es
zu einem „Flächenbrand“ in der Stadt komme.
Weitere Informationen: FPÖ-Klub Wien, Pressestelle, Tel.: 01/4000
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