FPÖ Wien bringt Sachverhaltsdarstellung in Causa Ruck ein

Wien (OTS) – Die FPÖ Wien hat heute, Freitag, bei einem
Mediengespräch im Rathaus
über eine Sachverhaltsdarstellung gegen Bürgermeister Michael Ludwig
und den ehemaligen Wiener Wirtschaftskammerpräsidenten Walter Ruck
informiert. Gemeinderat Lukas Brucker erklärte, über neue Hinweise im
Zusammenhang mit den sogenannten „Ludwig-Ruck-Files“ zu verfügen.

Im Mittelpunkt steht dabei eine Tonbandaufnahme, in der Ruck über
den Neubau des Unfallkrankenhauses Meidling spricht. Brucker forderte
eine Klärung, welche Rolle Ruck bei dem AUVA-Projekt gespielt habe
und ob Verwaltungs- oder Bewilligungsverfahren beschleunigt oder
beeinflusst worden seien.

Als mögliche Auskunftspersonen nannte Brucker zwei hochrangige
Magistratsbedienstete. Beide seien im Zusammenhang mit der
Weiterleitung eines von Ruck erwähnten „Einseiters“ genannt worden,
obwohl für Baubewilligungsverfahren grundsätzlich die Baupolizei (MA
37) zuständig sei. Die FPÖ fordert die Sicherstellung des Dokuments (
„Einseiter“), die Einvernahme möglicher Beteiligter und die
Übermittlung der vollständigen Tonbandaufnahme an die Wirtschafts-
und Korruptionsstaatsanwaltschaft.

Die von der FPÖ beantragte Sondersitzung des Wiener Gemeinderats
soll am 21. September stattfinden. Brucker kritisierte den Termin als
Verzögerung der politischen Aufarbeitung und erklärte, dass die FPÖ
nun Anzeige erstattet hätte, damit die Aufklärung umgehend beginnen
könne.

Weitere Informationen: FPÖ-Klub Wien, Pressestelle, Tel.: 01/4000
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