FPÖ – Schuh: „Fokus muss auf Stabilisierung und Senkung der Netzkosten liegen!“

Wien (OTS) – „Vor kurzem war in der Zeitung zu lesen: ‚Neue
Photovoltaikanlage
wird jährlich 7,5 Gigawattstunden produzieren und 15.000 Haushalte
mit sauberem Sonnenstrom versorgen‘. Das liest sich so, als würden
diese Haushalte jetzt mit einem Schlag stromautark werden. Das ist
aber nicht der Fall!“, erklärte heute der freiheitliche
Nationalratsabgeordnete Mag. Harald Schuh in seiner Rede in der
Nationalratssitzung zur von den Regierungsparteien beantragten
Entschließung, E-Autobatterien als Stromspeicher für die Versorgung
des eigenen Hauses und zur Einspeisung von Überschüssen direkt in das
Stromnetz nutzbar zu machen.

Mittlerweile würden die Bürger nämlich die hohen Netzkosten als
unangenehmen Nebeneffekt der dezentralen Stromerzeugung spüren,
betonte Schuh: „Allein im laufenden Jahr sind die Netzkosten für
Haushalte um 23 Prozent gestiegen. Es ist daher verwunderlich, wenn
man jede neue PV-Anlage feiert, obwohl der Fokus eigentlich auf der
Stabilisierung des Netzes liegen sollte. Jubel ist erst dann
angebracht, wenn Überkapazitäten netzdienlich gespeichert und bei
Bedarf abgerufen werden können. E-Autos stellen dabei ein relevantes
Potenzial für diese Stabilisierung dar.“

Das „Zauberwort“, so der freiheitliche Abgeordnete, laute dabei
„bidirektionales Laden“. „Das ist technisch längst möglich. Es ist
daher nicht einsichtig, was die Regierung mit ihrem schwammigen
Antrag an sich selbst eigentlich bezwecken will, außer krampfhaft zu
versuchen, ihre inhaltliche Leere zu füllen. Wir Freiheitliche werden
aber zustimmen, weil Technologien nicht ideologisch gegeneinander
ausgespielt werden dürfen und gute Gelegenheiten zu nutzen sind“, so
Schuh.