Wien (OTS) – Nach dem erst vergangene Woche von der FPÖ Wien
aufgedeckten Fall in
einem KWP-Wohnheim wird nun der nächste schwerwiegende Vorfall im
Verantwortungsbereich von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker bekannt.
Im Haus Leopoldau erhielten 20 Bewohner über einen längeren Zeitraum
teilweise wiederholt eine abweichende Medikation.
„Wenn falsche Medikamentengaben über einen längeren Zeitraum
unentdeckt bleiben, haben die Kontrollmechanismen eindeutig versagt.
Gleichzeitig dürfen wir nicht übersehen, dass zu wenig Personal und
die damit verbundene Überlastung der Mitarbeiter ein erhebliches
Sicherheitsrisiko darstellen. Die Führung der Heime muss solche
Missstände frühzeitig erkennen und unverzüglich melden. Gleichzeitig
ist Hacker gefordert, umgehend zu handeln“, erklärt die Wiener FPÖ-
Gesundheitssprecherin Angela Schütz.
Schütz fordert eine rasche Überprüfung und Verbesserung der
Abläufe in den Wiener Pflegeeinrichtungen. „Es braucht ausreichend
Personal, klare Meldewege und Kontrollprozesse, die in der Praxis
funktionieren. Hacker kann sich nicht bei jedem neuen Vorfall auf
menschliches Versagen ausreden. Wenn sich die Fälle in seinem Ressort
häufen, muss er endlich die strukturellen Probleme angehen. Die
Sicherheit der Bewohner muss an erster Stelle stehen!“