Wien (OTS) – Angesichts der anhaltenden Empörung über die Aussagen
von
Bundeskanzler Christian Stocker, des Protests von mehreren hundert
Frauen und der Stimmung im Land wundert sich FPÖ-Generalsekretär und
Heimatschutzsprecher NAbg. Michael Schnedlitz, dass niemand in der
ÖVP Stocker klar macht, dass nun der Zeitpunkt seines politischen
Endes gekommen ist. Immerhin gehe es auch um die Glaubwürdigkeit und
das Überleben der Volkspartei selbst.
„Das Ende der ÖVP auf allen Ebenen ist mir ehrlich gesagt egal –
der Zustand der Republik Österreich nicht. Stockers Video hat
mittlerweile eine noch schlimmere politische Wucht entwickelt als
Nehammers Burger-Video. Und trotzdem versucht er offenbar, sich
irgendwie über die nächsten Tage zu retten. Man muss aber auch
akzeptieren können, wann es vorbei ist. Aussitzen ist zwecklos!“, so
Schnedlitz.
Dass sich etwa mehrere hundert Frauen vor dem Bundeskanzleramt
versammelt hätten und dafür sogar Menschen aus anderen Bundesländern
angereist seien, zeige das Ausmaß der Empörung. „Wenn Frauen vor dem
Kanzleramt stehen, seine Entschuldigung als unglaubwürdig aufgeflogen
ist und der Protest längst weit über Wien hinausgeht, dann kann
Stocker das nicht mehr überhören. Vom Neusiedler See bis zum Bodensee
wissen die Menschen mittlerweile, wofür dieser Kanzler steht. Jeden
weiteren Tag, den er sich an sein Amt klammert, beschädigt er nicht
nur die ohnehin schwer angeschlagene ÖVP, sondern auch das Ansehen
des Amtes und damit Österreich!“
Stocker müsse daher endlich die politische Realität anerkennen.
„Es gibt keine Zukunft mehr, in der Stocker diesen Skandal einfach
aussitzt und danach weitermacht, als wäre nichts gewesen. Entweder er
geht freiwillig oder er macht den Weg für Neuwahlen frei und lässt
die Bevölkerung über ihn und diese Regierung urteilen.“
„Jeder zusätzliche Tag ist einer zu viel. Herr Stocker, machen
Sie dem unwürdigen Schauspiel ein Ende: Treten Sie zurück und geben
Sie Österreich den Weg für Neuwahlen frei!“, forderte Schnedlitz.