Wien (OTS) – „Die geplante Reform des Dienstzeit-Managements (DZM)
führt dazu,
dass unsere Polizisten immer mehr arbeiten müssen, noch mehr belastet
werden und zugleich weniger verdienen. Und da kann ÖVP-Showmaster
Karner noch so viele Dienststellen in Staubsaugervertreter-Manier
abklappern und mit Kreidestimme predigen – diese Reform als
familienfreundlich zu bezeichnen ist fernab jeder Realität und somit
eine fahrlässige Behauptung. Gespräche mit vielen betroffenen Beamten
verschaffen Gewissheit“, warnte heute FPÖ-Heimatschutzsprecher und
Generalsekretär NAbg. Michael Schnedlitz.
Die Umsetzung dieser Reform werde zu einer Massenflucht im
Exekutivdienst führen: „Das ist absehbar, da der Polizeiberuf mit
mehr regulären Wochenenddiensten und weniger Gehalt immer
unattraktiver wird. Und so weit darf es niemals kommen“, so
Schnedlitz, der ein Umdenken in der Ressortspitze und eine Rückkehr
zum Verhandlungstisch mit der Polizeigewerkschaft forderte.
„Durch die Umwandlung von bisherigen Überstunden in reguläre
Planstunden drohen den Polizeikräften Einkommenseinbußen in der Höhe
von mehreren hundert Euro. Das neue Modell des Überstundenpools setzt
darauf, dass sich Beamte freiwillig für Zusatzbelastungen melden“,
gab Schnedlitz zu bedenken und warnte vor einem
sicherheitspolitischen Bauchfleck.
„Durch den Wegfall der 24-Stunden-Dienste und der
Doppelbesetzungspflicht sind bei kleineren Polizeiinspektionen
Schließtage vorprogrammiert. Darum Schluss mit dieser Räuberpistole:
Unsere Sicherheit darf nicht auf Kosten der Polizisten, deren
Familien und in der Folge auf Kosten unserer Landsleute kaputtgespart
werden. Mit der Verschiebung von Dienstzeiten kann das strukturelle
Personalproblem bei unserer Exekutive nicht beseitigt werden, es
zeigt vielmehr, dass es an nachhaltiger Personalplanung fehlt. Unsere
selbstlosen und fleißigen Beamten haben Wertschätzung und
Zugeständnisse verdient und keine zerstörerische Reform, wie sie von
ÖVP-Innenminister Karner durchgepeitscht wurde.“