Wien (OTS) – Nach wochenlangem Zögern und massivem Druck der
Freiheitlichen hat
der in die Epstein-Affäre verstrickte Harvard-Mathematiker Martin
Nowak seine Mitgliedschaft in der Österreichischen Akademie der
Wissenschaften (ÖAW) zurückgelegt. Damit kam er einem drohenden
Ausschluss durch das Ethikkomitee der Akademie zuvor. Für FPÖ-
Generalsekretär NAbg. Michael Schnedlitz sei dieser Schritt zwar zu
spät, aber dank dem freiheitlichen Druck zumindest erfolgt.
„Unser Druck hat gewirkt. Dass dieser Mann, der tief in das
Netzwerk eines verurteilten Sexualstraftäters und Menschenhändlers
verstrickt war, nun quasi durch die Hintertür flüchtet, um einem
Rauswurf zuvorzukommen, ist bezeichnend für diese Kreise. Die ÖAW hat
wochenlang weggeschaut, verharmlost und diese Causa ausgesessen,
während in den USA längst gehandelt wurde. Ohne unseren öffentlichen
Druck würde Nowak wohl heute noch unbehelligt in diesem von
Steuergeld umschmeichelten Beratergremium der Bundesregierung
sitzen“, erklärte Schnedlitz, der auch den österreichischen Medien
für den öffentlichen Druck dankte.
Dass nun ein einzelner Akteur das Feld räume, reiche laut dem FPÖ
-Generalsekretär jedoch bei Weitem nicht aus. Die bisherigen
Enthüllungen rund um die sogenannten Epstein-Files würden nahelegen,
dass das Netzwerk bis tief in österreichische Institutionen, sogar in
Richtung Ministerien und die heimische Politik, reichen könnte.
Schnedlitz forderte daher die sofortige Einrichtung einer
behördlichen Sondereinheit analog zum Vorgehen in anderen
europäischen Staaten.
„Nowak ist nur die Spitze des Eisbergs in einem Sumpf, der
offenbar bis tief nach Österreich reicht. Während in Frankreich
längst eine Sondereinheit ermittelt und es in anderen Ländern bereits
Festnahmen gegeben hat, bleibt man hierzulande behördlich nach wie
vor untätig.“, kritisierte Schnedlitz und fügte hinzu: „Wer wird hier
eigentlich mutmaßlich gedeckt? Wurden vonseiten österreichischer
Behörden bereits die Akten aus den USA angefordert, wie es
beispielsweise bereits im Vereinigten Königreich getan wurde? Es
braucht sofort eine Sondereinheit der Justiz, die jeden einzelnen
Österreich-Bezug in dieser widerwärtigen Causa schonungslos
aufarbeitet!“
Abschließend kündigte Schnedlitz an, die Aufklärung weiter
voranzutreiben und den Druck aufrechtzuerhalten. „Wir werden nicht
zulassen, dass dieser Skandal einfach unter den Teppich gekehrt wird.
Wir werden hier nicht lockerlassen und die notwendigen Schritte
weiterhin einfordern, die notwendig sind, um Epsteins Netzwerke und
seine Komplizen in Österreich aufzudecken und, falls notwendig, zur
Verantwortung zu ziehen!“, so Schnedlitz.