Wien (OTS) – „Während es in anderen Ländern reihenweise zu
Rücktritten und
Festnahmen rund um die Epstein-Files kommt, wie erst gestern wieder
mit der Verhaftung eines Ex-Ministers in Großbritannien, mauert die
Verlierer-Ampel weiterhin. Und das, obwohl mittlerweile mehrere
Verbindungen nach Österreich bekannt sind, teilweise auch in Richtung
von Ministerien und der heimischen Politik. Es gibt sogar
Anhaltspunkte dafür, dass Epstein in Österreich Immobilien besessen
haben könnte. Auch zu dieser Frage schweigen sich Regierung und
Behörden bisher aus. Ist ihnen nicht klar, dass es bei der Causa
Epstein um schwerste Verbrechen und potenzielle, organisierte
Kriminalität internationaler Dimension geht, oder wollen sie hier
etwas verbergen?“, forderte heute FPÖ-Generalsekretär NAbg. Michael
Schnedlitz erneut die Bundesregierung und die Behörden auf, endlich
aktiv zu werden und für Aufklärung zu sorgen.
Aus Medienberichten über E-Mails von Epstein gehe nämlich hervor,
dass der pädophile Sexualstraftäter 2015 in Wien Immobilien
besichtigt und sich für repräsentative Palais in der Innenstadt
interessiert hatte. „Zu einem Kauf soll es dann in diesem Fall nicht
gekommen sein. Damit ist aber nicht gesagt, dass Epstein keine
anderen Immobilien gekauft haben könnte. Daraus ergibt sich wiederum
die Frage, wo, von wem und wer ist heute ihr Besitzer? Fanden dort
Treffen statt, möglicherweise mit prominenten Personen?“, so
Schnedlitz, der sich abermals bei den Journalisten bedankt, die sich
seit Wochen der Sache zum Teil annehmen.
Die Bürger müssten erwarten können, dass die Behörden
unverzüglich sämtliche Akten ungeschwärzt anfordern, Einblick in
sämtliche Unterlagen nehmen und jedem noch so kleinen Hinweis
nachgehen: „In Norwegen und unzähligen anderen Ländern etwa ist die
Justiz bereits auf Hochtouren tätig, in Frankreich prüft sogar eine
eigens eingerichtete Sondereinheit die gesamten Epstein-Files auf
mögliche Verbindungen nach Frankreich und bei uns in Österreich hat
man den Eindruck, dass von Regierungs- und Behördenseite so getan
wird, als gehe sie das alles nichts an. Mit dieser Vogel-Strauß-
Politik muss sofort Schluss sein. Es bedarf zumindest analog zu
Frankreich einer Sonderheinheit, die sämtliche Akten durcharbeitet.“