FPÖ – Schnedlitz: „Bonzenkammer AK: Schluss mit den Zwangsbeiträgen für die Arbeitnehmer!“

Wien (OTS) – Als „unfassbaren Skandal und eine Verhöhnung jedes hart
arbeitenden
Menschen in diesem Land“ bezeichnete heute FPÖ-Generalsekretär und
Heimatschutzsprecher NAbg. Michael Schnedlitz die durch eine
parlamentarische Anfrage der FPÖ bekannt gewordenen Vermögenswerte
der Arbeiterkammern. Mit einer Bilanzsumme von insgesamt fast einer
Milliarde Euro, prall gefüllten Kassen und dubiosen Finanzgeschäften
entlarve sich die AK endgültig als rotes Machtinstrument und
Selbstbedienungsladen, der mit den Sorgen der eigenen
Zwangsmitglieder nichts mehr zu tun habe.

„Während hunderttausende Arbeitnehmer nicht mehr wissen, wie sie
ihre Miete, ihre Heizung oder den Einkauf bezahlen sollen, schwimmen
die AK-Bonzen in einem Vermögen von fast einer Milliarde Euro. Das
ist Geld, das man den Menschen über Jahrzehnte mit Zwangsgebühren aus
der Tasche gezogen hat. Statt die Beitragszahler zu entlasten, wird
dieses Geld in einem intransparenten System gehortet, in Protzbauten
aus Beton und Glas gesteckt oder für dubiose Finanzspekulationen
missbraucht“, kritisierte Schnedlitz.

Die Bilanz der Arbeiterkammern lese sich wie das reinste
Gruselkabinett für jeden Beitragszahler: Einem Vermögen von 917
Millionen Euro stünden „lächerliche“ 63 Millionen Euro an
Verbindlichkeiten gegenüber. Allein die liquiden Mittel und
Wertpapiere würden die Schulden um mehr als das Sechsfache
übersteigen. „Die Arbeiterkammer hat absolut kein Finanzproblem,
sondern ein Moralproblem. Wer bei einer derartigen finanziellen
Ausstattung den eigenen Mitgliedern weiter Zwangsbeiträge abknöpft,
handelt schamlos. Besonders perfide sind die versteckten
‚Kriegskassen‘ in Form von Rückstellungen: Fast 30 Millionen Euro für
eine ‚Digitalisierungsoffensive‘ und über 10 Millionen für Wahlen
sind nichts anderes als schwarze Kassen für zukünftige rote Kampagnen
auf Kosten der Arbeitnehmer“, so Schnedlitz.

Besonders die intransparenten Finanzgeschäfte stießen auf die
Kritik des freiheitlichen Generalsekretärs: „Die AK Niederösterreich
sitzt auf Beteiligungen von über 55 Millionen Euro, die AK Wien
vergibt Kredite in der Höhe von über 33 Millionen Euro. An wen? Zu
welchen Konditionen? Mit welchem Risiko für die Beitragszahler? Hier
wird gezockt wie in einer Investmentbude, statt sich um den
Kernauftrag zu kümmern. Das ist eine Zweckentfremdung von
Zwangsgebühren im ganz großen Stil!“

Abschließend forderte Schnedlitz Konsequenzen: „Dieses System
gehört trockengelegt. Wir fordern einen sofortigen Einzugsstopp der
AK-Umlage und die Senkung der Beiträge auf null, bis diese
aufgeblähten Reserven auf ein vernünftiges und der Lebenssituation
der Arbeitnehmer angepasstes Maß abgeschmolzen sind. Der einzig
ehrliche Schritt wäre eine Entlastung der Zwangsbeitragszahler mit
den überschüssigen Mittlen. Eine moralisch richtig gepolte
Interessensvertretung würde das tun, anstatt Millionen in Tresoren zu
horten. Und wir werden nicht lockerlassen, bis der Kammerzwang
endgültig Geschichte ist und die Mitgliedschaft freiwillig wird. Es
ist Zeit, den Arbeitnehmern ihr Geld zurückzugeben und diesen roten
Selbstbedienungsladen für immer zu schließen!“