FPÖ – Schnedlitz an Schultz: „Gagen-Explosion zurücknehmen oder sofort wieder zurücktreten!“

Wien (OTS) – Die Freiheitlichen fordern einen sofortigen Stopp aller
Funktionärs-
Gagenerhöhungen in der Wirtschaftskammer und ein Ende der
Zwangsbeiträge! Von Westen bis Osten sollen die Politikergehälter für
Funktionäre in der Wirtschaftskammer teilweise stark erhöht werden
und dieser Plan sei noch immer aufrecht. Besonders dreist ist nun der
Wechsel von Mahrer – der für sich selbst 21% Gagenerhöhung wollte an
die in den Medien gehandelte designierte Nachfolgerin Martha Schultz.

„Der Plan der ÖVP-Bonzen sah nämlich vor, die Gage von Schultz
als Vizepräsidentin sogar um 27% und somit um 6% mehr zu erhöhen als
die Gage von Mahrer. Dass nun ausgerechnet jemand, der prozentuell
noch mehr als Mahrer abkassieren wollte, jetzt diesem nachfolgen
soll, ist ein doppelter Schlag ins Gesicht der Unternehmer und der
österreichischen Bevölkerung und nur noch absurd. Offensichtlich hat
man noch immer nicht verstanden, warum die Republik seit Tagen Kopf
steht und sowohl Wirtschaftskammer, als auch Wirtschaftsstandort von
Stunde zu Stunde mehr Schaden nehmen. Diese ÖVP ist komplett kaputt.
Der Rücktritt von Mahrer bringt genau gar nichts, wenn das
Abkassieren weiter geht. Eine reine Personalrochade an der Spitze
ändert nichts am grundlegenden Problem der Selbstbedienungsmentalität
der ÖVP!“ ärgert sich Schnedlitz über den leicht durchschaubaren
Schachzug der ÖVP und ihres Wirtschaftsbunds.

„Der massive freiheitliche und mediale Druck hat den ersten
Bonzen zu Fall gebracht, doch das ist nur die Spitze des Eisbergs.
Die ÖVP opfert nun einen ihrer Gier-Architekten, um den schwarzen
Selbstbedienungsladen namens Wirtschaftskammer und die Bereicherung
weiter fortzuführen. Niemand darf auf dieses billige Manöver
hereinfallen. Das Problem heißt nicht nur Mahrer, das Problem heißt
ÖVP!“, stellte Schnedlitz klar.

Saftige Gagenerhöhungen sollen noch immer durchgeführt werden

An die Nachfolgerin Mahrers richtete der FPÖ-Generalsekretär eine
unmissverständliche Botschaft und eine klare Forderung: „Die erste
Amtshandlung muss die ersatzlose und sofortige Rücknahme sämtlicher
geplanter Funktionärs-Gagenerhöhungen in ganz Österreich sein! Das
Gilt natürlich auch für sämtliche Erhöhungen der Länderpräsidenten
und derer Vizepräsidenten. Diese sollen nämlich noch immer
durchgezogen werden. Alles andere wäre sonst völlig unglaubwürdig und
wir werden auch nicht zusehen, wie man sich unter Schultz an den
Unternehmern gleich bedient wie unter Mahrer! Nimmt sie nicht
sämtliche Gagensteigerungen auch in den Bundesländern sofort zurück,
kann Schultz sofort wieder zusammenpacken und ebenfalls
zurücktreten!“

Besonders heuchlerisch sei in der gesamten Causa das Verhalten
der ÖVP-Landesobleute, aber auch der gesamten Bundes-ÖVP mit Kanzler
Stocker an der Spitze, die zwar teilweise selbst gegen Mahrer
schießen, aber das Selbstbedienungssystem weiter decken. „Jahrelang
haben sie das System Mahrer gestützt und ihre eigenen Präsidenten –
allen voran Mahrers designierte Nachfolgerin Schultz – wollen die
kräftige Gagen-Abzocke sogar teilweise nach wie vor durchziehen.
Damit werden auch die schwarzen Landespolitiker und auch Stocker
nicht durchkommen. Die Menschen sind nicht so dumm, wie die ÖVP
glaubt. Jeder durchschaut dieses letztklassige Spiel“, so Schnedlitz.

Dieser Skandal habe endgültig bewiesen, dass die
Zwangsmitgliedschaft der Nährboden für Freunderlwirtschaft und
Selbstbedienung sei. Eine reine Staffelübergabe von einem Bonzen zum
nächsten löse rein gar nichts. „Wir Freiheitliche bleiben bei unserer
Forderung: Es braucht ein sofortiges Ende der Zwangsbeiträge und ein
komplettes Umdenken in den Kammern! Die heimischen Unternehmer haben
eine echte, schlanke und schlagkräftige Interessenvertretung verdient
und keinen aufgeblähten und teuren ÖVP-Parallel-Parteiapparat“,
forderte Schnedlitz abschließend.