Wien (OTS) – „Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen auf das Auto
angewiesen
sind, dürfen angesichts der anhaltend hohen Inflation und der
steigenden Spritpreise nicht länger die Vergessenen sein“, zeigte
heute FPÖ-Behindertensprecher NAbg. Christian Ragger auf. „Dass seit
dem Jahr 2011 die Pauschale für Menschen mit Behinderungen, denen die
Benützung öffentlicher Verkehrsmittel unzumutbar ist, nicht mehr
angepasst wurde, ist ungeheuerlich. Diese Pauschale muss endlich an
die Realität angepasst werden. Diese seit 2011 geltenden monatlichen
190 Euro sind angesichts der gestiegenen Mobilitätskosten schlicht
nicht mehr nachvollziehbar“, erklärte der Freiheitliche.
Wer aufgrund einer Behinderung auf das Auto angewiesen ist, habe
laut Ragger keine echte Wahlfreiheit: „Wer aus gesundheitlichen
Gründen nicht auf öffentliche Verkehrsmittel ausweichen kann, muss
mobil bleiben können – für Arztbesuche, Einkäufe, den Weg zur Arbeit
und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Gerade deshalb ist es
unverständlich, dass diese Pauschale seit Jahren nicht valorisiert
wurde. Während in nahezu allen Lebensbereichen die Preise deutlich
gestiegen sind und insbesondere die Spritpreise viele Menschen
zusätzlich belasten, wurden jene, die auf das Auto angewiesen sind,
politisch offenbar vergessen.“
„Wer soziale Gerechtigkeit ernst meint, darf Menschen mit
Behinderung nicht im Stich lassen. Mobilität ist kein Luxus, sondern
eine Grundvoraussetzung für Selbstbestimmung und ein würdevolles
Leben“, zeigte Ragger auf. Bei Verwendung des amtlichen
Verbraucherpreisindex müsste der Freibetrag inflationsbereinigt heute
statt der derzeit geltenden 190 Euro je nach Berechnung bereits bei
rund 282 bis 286 Euro pro Monat liegen.
„Während alles teurer wird, vergisst man ausgerechnet bei
Menschen mit Behinderungen die notwendige Anpassung und finanzielle
Hilfestellung“, mahnte Ragger „eine rasche Umsetzung der Erhöhung“
ein. „Es kann nicht sein, dass Betroffene Jahr für Jahr mehr bezahlen
müssen, während die staatliche Unterstützung auf dem Stand von vor
eineinhalb Jahrzehnten eingefroren bleibt. Alles andere als eine
automatische Valorisierung wäre eine klare Themenverfehlung“, so
Ragger abschließend.