Wien (OTS) – Im Rahmen der gestrigen Auftaktveranstaltung des Zero
Project im
Parlament stellte FPÖ-Behindertensprecher NAbg. Mag. Christian Ragger
das Innovationsprojekt „Programa ASI – Asistencia Sanitaria Integral“
vor. „Das von der spanischen Fundación Personas gemeinsam mit der
Regionalregierung von Kastilien und Leon entwickelte Modell bekämpft
gezielt jene Barrieren, mit denen Menschen mit intellektuellen
Beeinträchtigungen und Autismus im Gesundheitssystem täglich
konfrontiert sind. Mit einer eigenen Card zur raschen Erkennung
individueller Bedürfnisse, angepassten Einwilligungsformularen,
digitalen Hinweisen im Spitalssystem und speziell geschulten
Pflegekoordinatoren wird personenzentrierte Versorgung zur gelebten
Praxis“, so Ragger.
„Viele Patienten mit Beeinträchtigungen können ihre Symptome,
ihre Ängste oder ihre persönlichen Wünsche nicht ohne Weiteres
beschreiben. Gleichzeitig fehlt es dem medizinischen Fachpersonal
häufig an ausreichender Zeit, Schulung oder struktureller
Unterstützung, um in einer zugänglichen und angepassten Weise zu
kommunizieren. Dies kann zu Missverständnissen bei Diagnose und
Behandlung führen, was auch gefährlich werden kann“, betonte Ragger.
Programa ASI zeige, wie durch klare Strukturen, Schulungen und
innovative Instrumente echte Verbesserungen erzielt werden können.
Bereits mehr als 3.000 Betroffene profitieren jährlich – ein Beweis
dafür, dass Inklusion im Gesundheitswesen konkret umsetzbar ist.
Ragger lobte die Innovatoren für Ihr Engagement, sowie das Zero
Project ausdrücklich für ihre internationale Vernetzungsarbeit, und
forderte erfolgreiche Modelle wie Programa ASI auch in Österreich
ernsthaft zu prüfen und voranzutreiben. „Was in Spanien funktioniert,
muss auch in anderen europäischen Ländern Schule machen. In der
Inklusion braucht es praxisnahe Lösungen statt leerer Schlagworte.
Dieses Projekt zeigt, wie tatsächlich das Leben von Menschen mit
Behinderungen verbessert werden kann“, erklärte der FPÖ-
Behindertensprecher.