FPÖ – Ragger: „Handelskonzerne kassieren, Konsumenten zahlen – jetzt braucht es Preistransparenz mit gesetzlicher Pflicht!“

Wien (OTS) – Mit einem Entschließungsantrag im Nationalrat fordert
FPÖ-
Abgeordneter Mag. Christian Ragger endlich konkrete Maßnahmen gegen
die ausufernde Teuerung bei Lebensmitteln. Ziel ist eine gesetzlich
verpflichtende Offenlegung von Preisdaten durch große Handelsketten –
digital, maschinenlesbar und öffentlich zugänglich: „Die Menschen in
Österreich zahlen bei jedem Einkauf drauf – und währenddessen machen
Handelsriesen und Markenmultis weiter Milliardengewinne. Die
Regierung schaut seit Jahren zu, anstatt für echte Preistransparenz
zu sorgen“, kritisierte Ragger scharf.

Laut Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft fehlen bis heute
klare gesetzliche Regelungen zur strukturierten Bereitstellung von
vergleichbaren Preisdaten. Die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) hat
schon 2023 gefordert, Preisinformationen der angebotenen Lebensmittel
über eine Anwendungs-Programmierschnittstelle (API) zugänglich zu
machen – inklusive Herkunft, Menge, Rabatt und Preis je Einheit. Doch
passiert ist bislang nichts. „Das Ministerium beruft sich auf private
Preisvergleichsangebote – doch ohne gesetzliche Datenbasis ist das
völlig zahnlos. Die Wahrheit ist: Die Konsumenten sehen vor lauter
Aktionsetiketten den tatsächlichen Preis nicht mehr. Das ist
Intransparenz mit System“, so Ragger weiter.

Ein besonderer Dorn im Auge ist der FPÖ auch der sogenannte
„Österreich-Aufschlag“. „Viele Markenprodukte kosten hierzulande mehr
als in Deutschland oder Italien, obwohl sie aus demselben Konzern
stammen. Hier sind österreichische Interessen in Brüssel lange
ignoriert worden. Wir wollen diesen Preisaufschlag nicht länger
hinnehmen“, erklärte Ragger.