Wien (OTS) – Der freiheitliche Parlamentsklub eröffnete am Dienstag
die
Ausstellung „NatioMalRat“ des Kärntner Künstlers Dr. Johann Kogelnig.
Zahlreiche Abgeordnete, ehemalige Klubmitglieder sowie Gäste aus
Kultur und Gesellschaft nahmen an der feierlichen Vernissage teil.
FPÖ-Klubobmann-Stellvertreter Norbert Nemeth begrüßte die Gäste
und hob die Vielfalt der Porträts hervor: „Es sind zum Teil nicht
bekannte Gesichter, es sind zum Teil sehr bekannte Gesichter. Es sind
Porträts von Politikern über Parteigrenzen hinweg, und man erkennt
sofort, dass der Künstler einen scharfen Blick für Szenen und Posen
hat, der oft schärfer ist als die Linse so mancher Kamera.“ Besondere
Bedeutung maß Nemeth dem Bild der Amtsübergabe zwischen Wolfgang
Sobotka und Walter Rosenkranz bei: „Dieses Bild ist von besonders
großer symbolischer Kraft, denn es steht symbolisch für eine
Zeitenwende, da wir Freiheitliche zum ersten Mal den Präsidenten des
Nationalrats stellen.“
FPÖ-Kultursprecher und Obmann des Kulturausschusses NAbg.
Wendelin Mölzer unterstrich die kulturpolitische Dimension: „Viele
meinen, wir Freiheitliche seien kulturlose Gesellen. Genau das
Gegenteil ist der Fall: Wir treten seit Jahrzehnten dafür ein, dass
Künstler nicht Staatskünstler sein müssen, sondern dass sie frei
schaffen können. Für uns bedeutet Freiheit der Kunst, dass sich ein
Künstler wie Johann Kogelnig völlig frei entwickeln darf.“ Mölzer
betonte, dass die Vernissagen im Parlamentsklub künftig regelmäßig
stattfinden sollen: „Wir wollen die Tradition der Kunstausstellungen
wieder aufleben lassen. Bei uns gibt es keine ‚Cancel Culture‘ – ob
Sigrid Maurer oder Beate Meinl-Reisinger, sie dürfen alle bei uns in
Form eines Bildes die Wände zieren. Ob umgekehrt Bilder
freiheitlicher Politiker im Neos-Klub hängen dürften, sei
dahingestellt.“
Der Künstler Dr. Johann Kogelnig bedankte sich für die
Möglichkeit, seine Werke im Parlament präsentieren zu dürfen. Seine
Kunst beschrieb Kogelnig als bewusst gegen Abstraktion gerichtet:
„Ich male das, was man auch erkennt. Ich habe mir gedacht, ich könnte
auch zufällig einmal bei meiner Palette ankommen, die fällt auf den
Boden, und dann sage ich: Das ist die Galaxis. Aber das ist nicht
meine Kunst. Ich male das, was man erkennt.“
Die Ausstellung „NatioMalRat“ zeigt Porträts von Persönlichkeiten
des politischen Lebens, aber auch symbolträchtige Szenen wie die
Statue der Pallas Athene oder künstlerische Gegenüberstellungen.