FPÖ – Kassegger/Hammerl: „Grüner Plan für Industriestrompreis geht an Realität vorbei, denn CO2-Kosten sind Haupttreiber der Strompreise“

Wien (OTS) – Zur heutigen Pressekonferenz der Grünen zum „fairen
Industriestrompreis“ übten heute die beiden FPÖ-Energiesprecher NAbg.
Axel Kassegger und NAbg. Paul Hammerl Kritik, denn die Grünen
verweigern weiterhin die Anerkennung der tatsächlichen Ursachen der
anhaltend hohen Strompreise.

„Was alle Experten längst wissen, blenden die Grünen weiterhin
aus, denn nicht die Gaspreise, sondern die explodierenden CO2-Kosten
treiben den Strompreis nach oben“, stellten Kassegger und Hammerl
klar. Die massiv steigenden Preise im europäischen
Emissionshandelssystem (ETS) seien der zentrale Kostentreiber für
Strom und damit eine zunehmende Belastung für Betriebe und Haushalte
in Österreich.

„Während die Gaspreise zuletzt deutlich gesunken sind, bleibt
Strom auf einem extrem hohen Niveau. Der Gaspreisindex (ÖGPIMonat)
liegt im Jänner 2026 um 33,7 Prozent unter dem Vorjahreswert und
beträgt 30,39 EUR/MWh. Der Strompreisindex (ÖSPIMonat) stagniert
hingegen bei 125,12 EUR/MWh. Die alte Formel gilt weiterhin: Zwei
Einheiten Gas plus eine Einheit CO2 bestimmen den Strompreis. Wenn
Strom trotz massiv gesunkener Gaspreise nicht billiger wird, liegt
das ausschließlich an den explodierenden CO2-Kosten“, erklärten die
beiden FPÖ-Energiesprecher und weiter: „Diese sind innerhalb weniger
Monate von rund 60 Euro auf etwa 85 Euro pro Tonne CO2 gestiegen, das
ist ein Plus von rund 40 Prozent. Diese Entwicklung ist politisch
verursacht und trifft vor allem die heimische Industrie mit voller
Wucht.“

Die hohen CO2-Kosten seien längst ein gravierender
Wettbewerbsnachteil für die europäische Industrie. Die Folgen seien
dramatisch, denn laut Industriellenvereinigung gingen in den
vergangenen Jahren über 36.000 Industriearbeitsplätze verloren, jeder
15. Produktionsstandort wurde geschlossen. „Das ist keine
theoretische Debatte mehr, sondern eine reale Bedrohung für
Arbeitsplätze, Wohlstand und industrielle Wertschöpfung in
Österreich“, betonten Kassegger und Hammerl.

Der von Grünchefin Gewessler präsentierte Plan für einen
Industriestrompreis greife daher zu kurz und verschleiere die wahren
Ursachen. „Ohne eine grundlegende Reform des europäischen CO2-
Handels, ohne Ehrlichkeit bei der Strompreisbildung und ohne eine
langfristige Entlastung für Industrie, Wirtschaft und Haushalte wird
Österreich weiter Jobs, Betriebe und Wohlstand verlieren“, hielten
die FPÖ-Energiesprecher fest.

„Die schwarz-rot-pinke Regierung ist nun gefordert, endlich zu
handeln und auf EU-Ebene die Reform des CO2-Handels zu forcieren,
anstatt Scheinlösungen wie ein Billig-Strom-Gesetz zu präsentieren,
das die Stromkosten nachweislich nicht vergünstigen kann“, so die
unmissverständliche Forderung von Kassegger und Hammerl.