Wien (OTS) – „Die medialen Reaktionen auf meine Anfrageserie zu
möglichen
Freimaurer-Netzwerken an die Verlierer-Ampel sind bemerkenswert und
vielsagend. Offenbar wurde damit ein Nerv getroffen, der weiteres
Nachbohren über den Einfluss dieser Geheimgesellschaften noch
dringlicher macht!“, stellte heute FPÖ-Generalsekretär NAbg.
Christian Hafenecker, MA, nachdem etwa „Die Presse“ in einem
Kommentar dazu hinreißen ließ, seine Anfragen allen Ernstes in eine
Reihe mit der Gründungscharta der Hamas und antisemitischen
Verschwörungsmythen zu stellen. „Parlamentarische Aufklärung über
mögliche Netzwerke und Seilschaften in die Regierungsspitze der
Republik in die Nähe der Charta einer islamistischen
Terrororganisation zu rücken und damit eine Nähe der FPÖ zu
Antisemitismus und Antizionismus zu konstruieren, ist eine
unglaubliche Entgleisung, die ich aufs Schärfste zurückweise. Sie
zeigt aber, dass mancherorts große Nervosität ausbricht, wenn man nur
nach dem möglichen Einfluss der Freimaurerei fragt“, so Hafenecker
weiter.
Ausgangspunkt der Anfrageserie war nämlich der Skandal rund um
den ehemaligen Wiener ÖVP-Wirtschaftskammerpräsidenten Ruck, dem
Wiens SPÖ-Bürgermeister Ludwig bis zuletzt die Stange hielt. Manche
Mainstream-Journalisten weisen im zeitlichen Kontext darauf hin, dass
die Stadt Wien Fragen zu Verflechtung von Politik und Freimaurerei
nicht sachlich beantworten würde. Darüber hinaus schrieb auch SPÖ-
Landeshauptmann Doskozil in seinem Buch diesen Machtzirkeln Einfluss
zu. „In der Causa Ruck-Ludwig geht es um mutmaßlichen Postenschacher,
etwa bei der nie ausgeschriebenen Geschäftsführung der
Wirtschaftsagentur Wien, und mögliche Vergabekorruption. Zu Letzterer
hat die Wiener FPÖ eine Sachverhaltsdarstellung bei der Wirtschafts-
und Korruptionsstaatsanwaltschaft eingebracht. Für alle Genannten
gilt die Unschuldsvermutung. Die politische Frage bleibt: Werden
Spitzenposten und Projekte nach Leistung vergeben oder nach
Zugehörigkeit zu exklusiven Netzwerken? Die Verlierer-Ampel hat sie
nicht beantwortet. SPÖ-Vizekanzler Babler erledigte 27 Fragen mit
zwei Sätzen, nur vier Regierungsmitglieder schlossen eine
Mitgliedschaft ausdrücklich aus. Wer eine so simple Frage nicht mit
einem simplen ‚Ja‘ oder ‚Nein‘ beantworten will, wirft nur noch mehr
Fragen auf“, schilderte der freiheitliche Generalsekretär weiter.
Spannend sei, so Hafenecker, auch, mit welchen Maßstäben hier
auch von so manchem aus dem polit-medialen System gemessen werde: „Ob
ein freiheitlicher Politiker beispielsweise Mitglied einer
Studentenverbindung ist oder nicht, wird regelmäßig thematisiert,
sogar welcher konkreten Korporation er angehört. ÖVP-Innenminister
Karner lässt die Studentenverbindungen sogar im
Rechtsextremismusbericht beleuchten, den er an das linke DÖW
ausgelagert hat. Geht es aber um Freimaurerlogen, werden Fragen nicht
nur nicht beantwortet, sondern diese selbst in die Nähe von
Verschwörungstheorien gerückt. Da wird dann plötzlich auf die
Privatsphäre hingewiesen. Das ist Doppelmoral!“
Wer selbst über Netzwerke urteile, wie es Politiker und manche
Systemmedien regelmäßig machen würden, muss auch Fragen hinsichtlich
seiner eigenen möglichen Vernetzung akzeptieren und beantworten. „Das
ist Transparenz, auf die die Bevölkerung ein Recht hat. Der seit
Jahrzehnten immer wieder in den Raum gestellte Verdacht des
Einflusses der Freimaurer auf das politische System wird jedenfalls
durch die Diffamierung des Hinterfragens nicht ausgeräumt, sondern
eigentlich noch erhärtet!“, so Hafenecker.