Wien (OTS) – Der designierte ORF-Generaldirektor Clemens Pig besetzt
in diesen
Tagen 13 Direktorenposten – neun in den Bundesländern, vier am
Küniglberg. Für FPÖ-Generalsekretär und Mediensprecher NAbg.
Christian Hafenecker ist das der nächste Beweis, dass sich der ORF-
Apparat im Verborgenen selbst versorgt, während die Bürger zahlen
müssen: „Während die Menschen für den ORF zwangsweise zur Kasse
gebeten werden, werden am Küniglberg 13 Top-Jobs hinter
verschlossenen Türen verteilt – und Pig weigert sich obendrein, alle
Namen zu nennen. Wie die „Kronen Zeitung“ berichtet, will Pig zwar
jede Bestellung einzeln begründen und die Zahl der Bewerber nennen –
aber eben nicht alle Namen offenlegen.
Besonders entlarvend ist laut Hafenecker die Kernbotschaft der
Personalrunde: In den Länder-Direktionen bleibt dem Bericht zufolge
„das meiste beim Alten“, wer verlängert werden wollte, wird in vielen
Fällen auch verlängert. „Das ist keine Reform, das ist Beton. Der
Küniglberg dreht sich weiter um sich selbst, das rot-schwarze
Postenkarussell läuft ungebremst“, so Hafenecker. Dass ausgerechnet
seit dem Platzen der Weißmann-Affäre nun eine Compliance-Vertreterin
bei den Hearings mitsitzen musste, zeige, wie tief das Misstrauen im
eigenen Haus sitzt.
Für den freiheitlichen Mediensprecher passt das Bild zusammen:
Erst kürzlich wurde – trotz Budgetkürzung – über noch höhere ORF-
Zwangsgebühren spekuliert, gleichzeitig werden im Hintergrund die
Spitzenposten neu verteilt. „Die Bürger sollen mehr zahlen, das
System versorgt seine Leute – das ist die Realität dieses Gebühren-
ORF“, so Hafenecker.
Die Konsequenz sei für die FPÖ klar: Ein Sender, der von jedem
Haushalt Zwangsgebühren kassiert, dürfe seine Führungsjobs nicht im
Hinterzimmer ausschnapsen. „Dieser Zwangsgebühren-Moloch gehört nicht
umgefärbt, sondern von Grund auf reformiert – Schluss mit dem Zwang,
Schluss mit dem Postenschacher auf Kosten der Bürger“, so Hafenecker
abschließend.