Wien (OTS) – „Vom ORF ist man schon einiges gewohnt. Wie jetzt aber
versucht wird,
den Kindesmissbrauchsskandal rund um den seit Jahrzehnten zum ORF-
Inventar gehörenden Günther Paal herunterzuspielen und zu
verharmlosen, ist ein ORF-Skandal ganz neuer, widerlicher Dimension
und muss Konsequenzen haben. ORF-Generaldirektorin Thurnher ist jetzt
dringend gefordert, hier sofort aufzuräumen!“, zeigte sich heute FPÖ-
Mediensprecher und Generalsekretär NAbg. Christian Hafenecker
entsetzt. Grund dafür ist ein Beitrag im heutigen Ö1-„Morgenjournal“,
in dem man eine Soziologin Paal, alias „Gunkl“, als „gefallenen
Liebling“ beschreiben ließ, garniert mit einem Zitat aus dem
„Geständnisvideo“ des beschuldigten ORF-Stars: „Finanzieren mussten
diesen zutiefst abstoßenden Beitrag wieder die Österreicher mit der
ORF-Zwangssteuer, die ersatzlos abgeschafft gehört. Was nämlich der
ORF hier aufgeführt hat, wirkt wie ein bestellter Litigation-PR-
Beitrag von Paals Anwalt und es sollte offenbar der Eindruck erweckt
werden, als wäre der des sexuellen Kindesmissbrauchs Beschuldigte
auch irgendwie ein bisschen ein Opfer. Kein Wort darüber, was
tatsächliche Opfer durchmachen mussten. Kein Wort darüber, wie hier
das Leben eines Kindes möglicherweise dauerhaft zerstört wurde. Denn
sexueller Kindesmissbrauch ist Mord an Kinderseelen und ein
Verbrechen, kein Bagatelldelikt!“
Dem Fass den Boden ausgeschlagen habe noch die Interviewfrage der
Ö1-Moderatorin an die Vertreterin einer Kinderschutzorganisation, ob
„Kinder in diesem Alter überhaupt schon selbst zwischen, unter
Anführungszeichen, normalen Zärtlichkeiten und sexuellen Übergriffen
unterscheiden“ könnten: „Hier wurde ein kleines, unschuldiges Kind
mutmaßlich Opfer eines Verbrechens, an dessen Folgen und Traumata es
möglicherweise sein ganzes weiteres Leben lang leiden wird, und die
Ö1-Moderatorin stellt allen Ernstes infrage, ob es dieses Verbrechen
überhaupt als solches wahrnehmen kann. Da fehlen einem eigentlich nur
noch die Worte und man stellt sich dann unweigerlich die Frage:
Erkennen eigentlich alle im Küniglberger Zwangssteuersender
Kindesmissbrauch überhaupt als Verbrechen an?“, so Hafenecker.
Da Paal über Jahrzehnte in unzähligen ORF-Sendungen mitgewirkt
hat, wie etwa als „Experte für eh alles“ in „Dorfers Donnerstalk“
oder in anderen Kabarett- und Kulturformaten, und er 2022 sogar mit
einem Programmschwerpunkt zu seinem 60. Geburtstag geehrt wurde, habe
der ORF eine besondere Verantwortung angesichts der aktuellen
Vorwürfe. „Eine umgehende Stellungnahme der ORF-Generaldirektorin mit
einer klaren Distanzierung und die Einleitung einer internen
Untersuchung, ob es Mitwisser oder sogar Mittäter gegeben haben
könnte, wären eigentlich das Mindeste bei Bekanntwerden des Skandals
gewesen. Paal ist nach Teichtmeister immerhin der zweite ORF-Star,
der auch wegen des Besitzes von Kindesmissbrauchsdarstellungen in die
Schlagzeilen geraten ist. Bis zuletzt hat der ORF Paal noch dazu
quasi als moralische Instanz gehypt, die auch immer schnell mit dem
erhobenen Zeigefinger parat war. Ist ein mutmaßliches Verbrechen für
die linke Privilegienkaste am Küniglberg etwa nicht so schlimm, wenn
der mutmaßliche Täter ein ‚Staatskünstler‘ aus der linken
Kulturschickeria ist? Dieses Eindrucks kann man sich angesichts des
abstoßenden Umgangs des ORF nicht erwehren und ist ein weiterer Grund
dafür, wieso es eine Totalreform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks
braucht, wie wir Freiheitliche sie mit unserem ORF-Volksbegehren mit
den Bürgern fordern werden“, erklärte Hafenecker.