Wien (OTS) – Im Nationalrat rechnete heute FPÖ-Generalsekretär und
Mediensprecher
NAbg. Christian Hafenecker, MA, scharf mit dem ORF und den
Machenschaften der Systemparteien ab. Im Zentrum seiner Kritik
standen der Skandal um den ORF-Topmanager und Ex-Grünen-
Spitzenfunktionär Pius Strobl, die undemokratischen Vorgänge im ORF-
Stiftungsrat unter dem Vorsitz des SPÖ-Mannes Lederer und die
Scheinheiligkeit von ÖVP, SPÖ und NEOS.
Besonders hart ging Hafenecker mit der Causa Strobl ins Gericht:
„Strobl war Gründungsmitglied der Grünen, das ist der grüne Bonze
schlechthin im ORF gewesen und das ist der Herr, der jetzt den ORF-
Zwangssteuerzahlern auch noch 2,4 Millionen Euro für seine Pension
aus der Tasche ziehen möchte!“ Hafenecker rechnete den Systemparteien
vor: „Wissen Sie, wie lange Sie in Pension sein müssten, als normaler
Pensionist, um diese 2,4 Millionen Euro als Pension zu bekommen? Da
müssten Sie 70 Jahre lang Pension beziehen!“ Zudem sei Strobl jener
Grüne, der einst wegen einer Abhöraffäre aus dem ORF entfernt und
„über eine rote Hintertür unter Generaldirektor Wrabetz wieder
reingeholt“ worden sei.
Scharfe Kritik übte Hafenecker am ORF-Stiftungsrat unter Führung
des SPÖ-Mannes Lederer, der mit Unterstützung der ÖVP agiere: „Der
Herr Seltenheim von der SPÖ hat überhaupt kein Problem mit diesem
nordkoreanischen Prinzip, das da jetzt am ORF-Stiftungsrat an den Tag
gelegt wird!“ Konkret prangerte Hafenecker an, dass der Stiftungsrat
über wesentliche Vorgänge wie den Abgang von Generaldirektor Weißmann
nicht informiert wurde, und um zukünftige Aufklärung zu verhindern,
sei zudem das Wortprotokoll abgeschafft worden. „Ich kenne das von
den schwarzen Freunden in Niederösterreich. Die machen das
mittlerweile bei jeder Gemeinderatssitzung so, damit sich in zehn
Jahren keiner mehr auskennt, warum Beschlüsse gefasst worden sind.
Aber sie sind um nichts besser“, so Hafenecker, der hinzufügte: „Und
wie kommt der rote Stiftungsratsvorsitzende Lederer auf die Idee,
dass man jetzt auch das Rederecht im Stiftungsrat einschränkt? SPÖ-
Medienminister Babler ruft immer nach Transparenz, gemacht wird aber
das Gegenteil!“
Den Vorwurf der politischen Einflussnahme durch den
freiheitlichen Stiftungsrat Peter Westenthaler konterte Hafenecker
mit einem Frontalangriff auf die NEOS: „In Wahrheit muss hier der
ganze Nationalrat froh sein, dass es Peter Westenthaler als ORF-
Stiftungsrat gibt. Sonst würden wir nämlich aus diesem nordkoreanisch
-geführten ORF-Stiftungsrat gar nichts erfahren!“ Abschließend
forderte Hafenecker eine Totalreform des öffentlich-rechtlichen
Rundfunks: „Das ist nordkoreanisch, was da oben stattfindet. Und
genau deswegen gehört das total reformiert!“