FPÖ – Hafenecker: „Heuchelei im ORF: Rücktritt der rot-schwarzen Skandal-Stiftungsratsspitze Lederer und Schütze ist alternativlos!“

Wien (OTS) – Als einen „längst überfälligen Offenbarungseid des
Systems ORF“
bezeichnete heute FPÖ-Generalsekretär und Mediensprecher NAbg.
Christian Hafenecker, MA, die massive Kritik des ORF-
Redaktionsausschusses an den Zuständen am Küniglberg. Die einzig
logische und sofortige Konsequenz aus diesem internen Aufschrei müsse
der Rücktritt des ORF-Stiftungsratsvorsitzenden Heinz Lederer (SPÖ)
und seines Stellvertreters Gregor Schütze (ÖVP) sein, wie ihn die
Freiheitlichen bereits seit Wochen fordern. „Das Maß ist voll. Diese
Herren haben den ORF offensichtlich mit ihrer privaten Lobbying-
Agentur verwechselt und agieren als wandelnde Unvereinbarkeiten auf
dem Rücken der Zwangsgebührenzahler. Ihr sofortiger Abgang ist
alternativlos!“, so Hafenecker. Die bisherige Skandalliste liest sich
wie das „Who is Who“ der politischen Freunderlwirtschaft und des
Machtmissbrauchs. „Ein SPÖ-naher Stiftungsratsvorsitzender, der seine
Lobbying-Kunden geheim hält, aber gleichzeitig für die Stadt Wien,
den ÖSV und Funkhaus-Käufer Rhomberg tätig wird. Ein ÖVP-Vize, der
für Konzerne wie REWE oder die Ärztekammer direkt in der ZiB-
Redaktion interveniert und versucht, die Berichterstattung zu
beeinflussen. Beide versuchten, ihre ORF-Funktion zu nutzen, um für
ihre zahlenden Kunden beim ORF-Generaldirektor Druck zu machen. Das
ist kein Aufsichtsgremium mehr, das ist ein Sumpf aus
parteipolitischen, wirtschaftlichen Interessen und privater
Geschäftemacherei, der trockengelegt werden muss!“

Geradezu grotesk sei jedoch die Doppelmoral des
Redaktionsausschusses, der in seiner Aussendung auch den von der FPÖ
nominierten Stiftungsrat Ing. Peter Westenthaler attackierte. „Ich
fordere die Damen und Herren Redakteure rund um Herrn Bornemann dazu
auf, nicht länger die Augen vor Compliance-Problemen in den eigenen
Reihen zu verschließen. Ich denke dabei nur an diverse Nebenjobs oder
an den Topverdiener Armin Wolf, der Stellvertreter eines
Chefredakteurs ist, der gar nicht existiert. Auch gegenseitige
Einladungen in Sendungen haben unter ORF-Redakteuren Hochkonjunktur,
zum Beispiel von Dieter Bornemann selbst, der letztes Jahr in
mehreren Formaten sein gemeinsam mit seiner Frau verfasstes Buch
bewerben durfte. Und da sind wir noch gar nicht bei den
Verwandtschafts- und Verschwägerungsverhältnissen am Küniglberg
angelangt. Die linksgedrallten Redakteure sind daher keine ‚saubere
Insel‘ im ORF-Sumpf, sondern dessen fixer Bestandteil. Peter
Westenthaler hat auch das immer wieder aufgezeigt und sich damit wohl
ins Fadenkreuz begeben“, erklärte Hafenecker und bezeichnete
Westenthaler als „einen echten und unnachgiebigen Kontrolleur“, der
seine Aufgabe ganz im Sinne der Bevölkerung erfülle: „Wer
Westenthaler für seine Aufdeckerarbeit kritisiert, will in Wahrheit
nur, dass alles so bleibt, wie es ist: ein rot-schwarzer
Selbstbedienungsladen.“

Die FPÖ stehe als einzige politische Kraft für den notwendigen
ORF-Neustart als verschlankter Grundfunk. „Die Zeit der kosmetischen
Korrekturen ist vorbei. Was den Zwangsgebührenzahlern hier zugemutet
wird, ist längst untragbar. Der ORF gehört von Grund auf reformiert,
die Zwangsgebühren gehören abgeschafft und die parteipolitischen
Netzwerke müssen zerschlagen werden. Die Implosion des Systems von
innen, die wir Tag für Tag erleben, zeigt, dass unser freiheitlicher
Weg der einzig richtige ist, um einen objektiven und bürgernahen
öffentlich-rechtlichen Rundfunk für Österreich zu schaffen, der ohne
jegliche Zwangssteuern auskommt!“, so Hafenecker und erteilte der
Forderung des Redaktionsausschusses nach einer Verankerung der ORF-
Haushaltsabgabe in der Verfassung eine klare Absage.

Abschließend gab der freiheitliche Mediensprecher dem ORF-
Redaktionsausschuss noch einen Faktencheck mit auf den Weg. Er
behauptete in seiner Aussendung heute nämlich fälschlicherweise, dass
Thomas Prantner ein „FPÖ-Stiftungsrat“ sei. Erst im darauffolgenden
Absatz wurde er als das bezeichnet, was er tatsächlich ist: ein vom
Land Steiermark nominiertes Stiftungsratsmitglied.