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FPÖ – Guggenbichler zum System Ludwig-Ruck: Die Namen wechseln, das System bleibt

Wien (OTS) – Die jüngsten Medienberichte über PR-Aufträge der
Wirtschaftskammer
Wien werfen erneut brisante Fragen zur Vergabepraxis innerhalb der
gesetzlichen Interessenvertretung auf. „Unter Walter Ruck sorgten
bereits die PR-Aufträge an Rudi Fußi für Diskussionen, nun berichtet
das profil über Verbindungen zu Gabriel Karas. Die Namen wechseln,
das System bleibt. Nach welchen Kriterien werden diese Aufträge
vergeben, wer entscheidet darüber und welche Leistungen erhalten die
Wiener Unternehmer für ihre Pflichtbeiträge?“, fragt der Wiener FPÖ-
Wirtschaftssprecher LAbg. Udo Guggenbichler.

„Unter Walter Ruck wurde die Wirtschaftskammer offenbar zum
Selbstbedienungsladen für Rudi Fußi und Wolfgang Rosam und unter
Maria Kriz-Zwittkovits geht das muntere Geschäftemachen weiter. Statt
mit dieser Freunderlwirtschaft aufzuräumen, taucht mit Gabriel Karas
schon der nächste prominente Name auf. Früher wurden am kaiserlichen
Hof die Pfründe verteilt, heute macht sich der schwarze Bünde-Adel
die Geschäfte untereinander aus. Und die Zeche zahlen jene
Unternehmer, die mit ihren Pflichtbeiträgen diesen ganzen Apparat
finanzieren müssen“, so Guggenbichler.

Besonders die Rolle von Wirtschaftsbund-Direktor Florian Kollenz
müsse endlich aufgeklärt werden. „Was wusste Kollenz über diese
Geschäfte und welche Rolle spielt er unter der neuen
Kammerpräsidentin? Hier wird mit Zuständigkeiten zwischen
Wirtschaftskammer, Sparten und Fachgruppen ein regelrechtes
Verwirrspiel aufgeführt. Welche Verträge sind tatsächlich noch
aufrecht? Wurden womöglich Leistungen für den Wirtschaftsbund über
Kammergelder finanziert? Kollenz muss endlich die Karten auf den
Tisch legen!“, fordert Guggenbichler.

„Ein personeller Wechsel an der Spitze ändert offenbar nichts an
den dubiosen Strukturen. Sämtliche Verträge, Geldflüsse und
Verantwortlichkeiten müssen lückenlos offengelegt werden. Für uns ist
klar: Eine saubere Wirtschaftskammer kann es nur ohne den
Wirtschaftsbund geben. Dieser schwarze Selbstbedienungsladen gehört
endlich ausgeräuchert!“, so Guggenbichler abschließend.