Wien (OTS) – Als „Weckruf, den kein verantwortungsvoller Politiker
überhören darf“
bezeichnet die freiheitliche NAbg. Marie-Christine Giuliani den
jüngsten Auftritt von Dr. Anthony Fauci vor dem US-Senat. Der
langjährige oberste Gesundheitsberater der USA, unter dem die
umstrittene Coronaforschung im chinesischen Wuhan mitfinanziert
wurde, verweigerte Ende Juli vor einem Untersuchungsausschuss über
hundertmal die Aussage. „Ein Mann, der nichts zu verbergen hat,
schweigt nicht hundertmal“, so Giuliani.
Fauci wurde vom scheidenden US-Präsidenten Biden Anfang 2025
vollständig begnadigt, rückwirkend bis ins Jahr 2014. „Strafrechtlich
hätte er also nichts mehr zu befürchten gehabt. Er hätte alles auf
den Tisch legen können, ohne eine einzige Konsequenz fürchten zu
müssen und schweigt trotzdem zu jeder Frage. Dieses Schweigen sagt
mehr als tausend Worte“, so die Abgeordnete. Nun droht ihm sogar ein
Verfahren wegen Missachtung des Kongresses.
Im Kern gehe es um sogenannte Gain-of-Function-Forschung, also
Versuche, bei denen Viren im Labor gezielt ansteckender oder
gefährlicher gemacht werden, als die Natur sie hervorgebracht hat.
Genau solche Forschung an Coronaviren wurde in Wuhan mit US-
Steuergeld mitfinanziert. Der US-Rechnungshof stellte später fest,
dass niemand diese Geldflüsse ausreichend kontrollierte und
entscheidende Laborunterlagen aus Wuhan bis heute fehlen. „Man macht
Viren im Labor gefährlicher, als die Natur es je getan hätte und
niemand schaut genau hin. Die Folgen eines Laborunfalls machen aber
an keiner Grenze halt, auch nicht an unserer“, warnte Giuliani.
Für den größten Vertrauensbruch hält die Abgeordnete das doppelte
Spiel, das dem Ausschuss zufolge betrieben wurde: Öffentlich wurde
die Möglichkeit eines Laborursprungs jahrelang als
„Verschwörungstheorie“ verhöhnt, intern hätten führende Virologen
bereits Ende Jänner 2020 gewarnt, das Virus wirke wie „konstruiert“.
„Das eine öffentlich sagen und das andere intern denken und Bürger,
die dieselben Fragen stellten, als Spinner abstempeln: Das ist der
eigentliche Skandal“, so Giuliani.
Laut Ausschuss vertrat Fauci die Position, der Nutzen solcher
Experimente sei das Risiko selbst dann wert, wenn dadurch eine
Pandemie ausgelöst würde.
Umso unverständlicher ist für die Freiheitliche, dass Österreich just
jetzt dem WHO-Pandemievertrag zustimmen soll: „Während in den USA ein
ganzes System als unkontrollierbar entlarvt wird, will unsere
Gesundheitsministerin unsere Selbstbestimmung an ein undurchsichtiges
Gremium in Genf abtreten, das genau diese riskante Forschung über
Umwege sogar noch attraktiver machen würde. Das ist grob fahrlässig“.
„Der Souverän ist das Volk. Wir dürfen unsere
gesundheitspolitische Souveränität nicht an ein Gremium in Genf
abtreten, das die Lehren aus Wuhan und dem Fall Fauci verweigert“, so
Giuliani abschließend, die erneut zur Unterzeichnung der
Bürgerinitiative „WHO-Pandemievertrag stoppen“ aufruft.