Wien (OTS) – „Der aktuelle Bericht ‚KMU im Fokus 2025‘ zeichnet ein
bekanntes
Bild: Die Regierung lobt die Klein- und Mittelbetriebe als ‚Rückgrat
der Wirtschaft‘, gleichzeitig verschlechtert sich ihre
wirtschaftliche Lage spürbar“, so heute der freiheitliche Sprecher
für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) NAbg. Michael Fürtbauer.
„Mit über 600.000 Betrieben, 2,46 Millionen Beschäftigten und
mehr als der Hälfte der Wertschöpfung tragen die KMU Österreich. Doch
genau diese Betriebe kämpfen zunehmend ums Überleben. Die Zahlen im
Bericht sprechen eine klare Sprache: Die reale Wertschöpfung ist
rückläufig, die Beschäftigung sinkt, und das nominelle Wachstum
entsteht ausschließlich durch Preissteigerungen. Mit anderen Worten:
Die Wirtschaft wächst nicht, sie wird teurer“, erklärte Fürtbauer.
Besonders ernüchternd sei der internationale Vergleich.
Österreichs KMU würden sich schwächer als der EU-Durchschnitt
entwickeln und gleichzeitig gehe die Rentabilität zurück, ein klares
Signal, dass die Belastungen für die Betriebe weiter steigen würden.
„Trotzdem präsentiert die schwarz-rot-pinke Verlierer-Ampel ihre
Maßnahmen als Erfolgsgeschichte. Von Industriestrategie,
Förderprogrammen und langfristigen Visionen ist die Rede. Doch in der
Realität kommen diese Versprechen bei vielen Betrieben nicht an.
Während über Milliardenbudgets gesprochen wird, kämpfen Unternehmer
tagtäglich mit Bürokratie, hohen Arbeitskosten und steigenden
Energiepreisen“, so der Abgeordnete.
Ein besonders gravierendes Beispiel: Der groß angekündigte
Energiekostenzuschuss für 2025 sei bis heute nicht einmal anzusuchen.
„Während Betriebe längst unter der Kostenlawine leiden, bleibt die
Hilfe in der Warteschleife. Das zeigt deutlich, wie groß die Lücke
zwischen politischer Ankündigung und wirtschaftlicher Realität ist.“
„Auch die strukturellen Probleme bleiben ungelöst. Bürokratische
Hürden, fehlendes Risikokapital, schwache Innovationsdynamik und der
akute Fachkräftemangel bremsen die Betriebe aus. Bei der
Digitalisierung liegt Österreich lediglich im EU-Mittelfeld, ein
weiterer Beleg dafür, dass die Rahmenbedingungen nicht stimmen. Die
Regierung spricht von Chancen und Strategien, die Betriebe erleben
Stillstand und Belastung. Dieser Bericht ist kein Erfolgsnachweis,
sondern ein Warnsignal“, so Fürtbauer
„Österreich braucht keine weiteren Strategiepapiere, sondern
sofort wirksame Maßnahmen. Weniger Bürokratie, niedrigere
Lohnnebenkosten und endlich leistbare Energie sind entscheidend,
damit die KMU wieder investieren und Arbeitsplätze sichern können.
Wer das Rückgrat der Wirtschaft schwächt, gefährdet den gesamten
Standort Österreich“, stellte Fürtbauer klar.