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FPÖ – Fürtbauer: „Wirtschaftskammer Wien ist nur die Spitze des Eisbergs“

Wien (OTS) – „Was die ‚Krone‘ heute über die Wirtschaftskammer Wien
aufdeckt, ist
offenbar nur die Spitze des Eisbergs“, so FPÖ-KMU-Sprecher NAbg.
Michael Fürtbauer. Laut „Krone“ flossen in der Ära Ruck an die
Agentur Mindworker zwischen 2016 und 2025 rund 4,1 Millionen Euro an
Honoraren. Eine monatliche Social-Media-Pauschale umfasste dabei
ausdrücklich auch die Betreuung des Facebook-Accounts des
Präsidenten. Im Genussmagazin „Falstaff“ von PR-Berater Wolfgang
Rosam schaltete die Kammer in den Jahren 2023 und 2024 Inserate um
jeweils 85.000 Euro – per Direktvergabe. Erst am Sonntag hat der
Rechnungshof kritisiert, dass Ministerien ihre Mitarbeiter für die
Social-Media-Auftritte der Minister eingesetzt haben. In der
Wirtschaftskammer haben die Zwangsmitglieder die Betreuung des
Präsidenten-Accounts gleich bei einer Agentur bezahlt“, so Fürtbauer
weiter.

Insgesamt hat die Wiener Kammer laut „Krone“ seit September 2019
Aufträge über 102 Millionen Euro vergeben. Ein Blick in die
öffentlichen Vergabedaten zeigt: Die Wirtschaftskammer Österreich
kommt seit 2019 auf Aufträge und Rahmenvereinbarungen mit einem
Volumen von mehr als 250 Millionen Euro – mehr als das Doppelte der
Wiener Kammer. Die häufigste Kategorie sind dabei Werbe- und
Marketingdienstleistungen. „Wir haben schon im August verlangt, dass
alle Beratungsverträge der Kammer auf den Tisch gelegt werden müssen.
Wenn die Wiener Kammer jetzt ankündigt, Transparenz und
Wirtschaftlichkeit sollen wieder oberstes Gebot sein, dann ist das
das Eingeständnis, dass sie es jahrelang nicht waren. Jeder Wirt und
jeder Handwerker überlegt sich dreimal, ob er sich eine Agentur
leisten kann. Mit fremdem Geld ist man großzügiger. Wer wirtschaftet,
finanziert den Apparat und nicht umgekehrt. Wir werden uns jede
einzelne Vergabe genau ansehen“, betonte Fürtbauer.