Sankt Pölten (OTS) – „Das ist keine Modernisierung, das ist eine
digitale Zugangshürde.
Wer nicht mitmacht, wird ausgesperrt, und genau das darf Schule
niemals tun“, kommentiert FPÖ Niederösterreich Bildungssprecher LAbg.
Helmut Fiedler die Causa an mehreren Schulen in NÖ, in der ab dem
nächsten Schuljahr der Schülerausweis offenbar nur noch digital
kommt, als EDU-Digicard, zwingend gekoppelt an die ID Austria, bei
unter 14-Jährigen über die ID Austria der Eltern.
Als Ausrede dient dabei ein knappes Zeitfenster wegen Foto und
VOR-Freifahrt. „In Wahrheit ist es ein System, das Familien in die
digitale Spur zwingt. Ohne ID Austria kein Ausweis“, so Fiedler
weiter.
Ein besorgter Lehrer sagt dazu: „Es wird völlig verharmlost. Aber
am Ende heißt es dann: Eltern müssen sich digital registrieren, sonst
hat das Kind nichts mehr in der Hand.“
„Hinter vorgehaltener Hand wird ja schon längst von digitalen
Zeugnissen und Schulbesuchsbestätigungen geschwärmt. Aus einem
praktischen Hilfsmittel droht der Türöffner für den nächsten Schritt
Richtung Papier-Verbot“, sagt Helmut Fiedler, der das Grundrecht auf
analoges Leben unterstreicht.