FPÖ-Fiedler: „Schubumkehr an der PH Baden notwendig“

Sankt Pölten (OTS) – „Wenn Personen ohne ausreichende Qualifikation
unsere zukünftigen
Lehrer ausbilden, dann ist das ein bildungspolitischer
Offenbarungseid“, so FPÖ Niederösterreich Bildungssprecher LAbg.
Helmut Fiedler über die jetzt sichtbaren strukturellen Probleme nach
der Abberufung des Rektors Ende 2025. Über 100 Gespräche mit
Betroffenen wurden bereits im Herbst geführt, doch bis heute fehlen
Ergebnisse und Maßnahmen.

Gleichzeitig berichten Lehrende von steigender Überlastung,
verfehlter Personalpolitik und mangelnder Führungskompetenz.
Besonders gravierend sind Hinweise, dass Lehrpersonal teils ohne
ausreichende Qualifikation unbefristet angestellt wurde, etwa ohne
ausreichende Deutschkenntnisse für die Unterrichtssprache oder ohne
abgeschlossene pädagogische Ausbildung. Die Folgen sind bereits
spürbar: Qualitätsverluste in der Ausbildung und zusätzliche
Belastungen für Schulen.

„Was an der PH passiert, bleibt nicht dort. Die Auswirkungen
landen direkt in den Klassenzimmern. Gerade in ohnehin angespannten
Zeiten verschärft das die Situation weiter. Hier wurden Probleme
erhoben, aber offenbar nicht gelöst. Wer 100 Gespräche führt und
keine Konsequenzen zieht, verspielt jedes Vertrauen der Betroffenen“,
kritisiert Fiedler.

Die zentralen Fragen bleiben indes unbeantwortet: Welche
Konsequenzen wurden gezogen? Wie wird künftig qualifiziertes Personal
sichergestellt? Und wie soll unter diesen Umständen wieder ein
funktionierender Normalbetrieb hergestellt werden?

Klar ist für Fiedler: „Wird der Kernauftrag der Lehrerausbildung
vernachlässigt, gefährdet das die Bildungsqualität eines ganzen
Landes. Jetzt braucht es Transparenz und konsequentes Handeln statt
weiterer Verzögerungen.“