Sankt Pölten (OTS) – „Der Bildungskuchen wird nicht größer, aber der
Förderbedarf steigt.
Es muss endlich offengelegt werden, wie die vorhandenen Ressourcen
verteilt werden und ob österreichische Kinder dafür an anderer Stelle
Abstriche machen müssen“, fordert FPÖ Niederösterreich
Bildungssprecher LAbg. Helmut Fiedler von Bildungsminister
Wiederkehr.
Die aktuelle ÖIF-Bundesländerbroschüre 2026 zeigt deutliche
regionale Unterschiede: Der Anteil außerordentlicher Schüler reicht
in Niederösterreich von 5,5 Prozent in Bruck an der Leitha bis 0,6
Prozent in Hollabrunn.
Fiedler verlangt drei konkrete Maßnahmen: Erstens die Offenlegung
der Förderstunden und des eingesetzten Personals je Schulstandort.
Zweitens verbindliche Zuteilungskriterien, die sich am tatsächlichen
Sprachförderbedarf orientieren. Drittens eine jährliche Bilanz
darüber, wie sich die Deutschförderung auf die Personalressourcen und
den regulären Unterricht auswirkt.
„Deutschförderung ist notwendig. Aber sie darf nicht zum
Verschiebebahnhof werden, bei dem Ressourcen von einem Bereich in den
anderen wandern. Wer nach Österreich kommt, muss Deutsch lernen.
Gleichzeitig dürfen unsere Kinder nicht die Leidtragenden sein, wenn
Bildungsressourcen neu verteilt werden. Wir wollen klare Zahlen statt
Ausreden und faire Chancen für unsere Kinder“, so Fiedler
abschließend.