Wien (OTS) – Anlässlich des diesjährigen „Equal Pension Day“ machte
FPÖ-
Frauensprecherin NAbg. Rosa Ecker darauf aufmerksam, dass Frauen in
Österreich im Durchschnitt 1.000 Euro weniger Pension pro Monat
erhalten als Männer. Der Gender-Pension-Gap beträgt weiter rund 40
Prozent, was Frauen in die finanzielle Abhängigkeit treibe – sei es
vom Partner oder von Sozialleistungen. Ecker erneuerte ihre Kritik:
„Bleiben wir in unserem Land beim aktuellen Reformtempo, so wird der
Gender-Pension-Gap erst in Jahrzehnten geschlossen. Das ist für uns
Freiheitliche absolut inakzeptabel!“
Die freiheitliche Frauensprecherin erneuert daher ihre Forderung,
wonach die Care-Arbeit – egal ob für Kindererziehung oder für
Pflegearbeit – endlich auch für die Absicherung im Alter
berücksichtigt werden muss: „Obwohl viele Frauen Kinder erziehen,
Teilzeit arbeiten oder Angehörige pflegen, wird dies im
Pensionssystem kaum berücksichtigt.“ Statt eines fairen Ausgleichs
würden Frauen oft nur mit Almosen abgespeist: „Löhne in
Niedriglohnbereichen müssen steigen, der ‚Beruf Mutter‘ muss als
anrechenbare Pensionszeit anerkannt und Teilzeitmütter müssen gezielt
unterstützt werden.“
Ecker wies auch auf die weiterhin hohe Teilzeitquote hin: „Frauen
arbeiten deutlich häufiger in Teilzeit als Männer – mit
entsprechenden Einbußen bei Pension und Sozialversicherung.“
Besonders Frauen mit Betreuungs- oder Pflegepflichten seien dadurch
benachteiligt – obwohl sie wichtige Aufgaben für die Gesellschaft
leisten. „Die Politik ist gefordert, endlich jene Rahmenbedingungen
zu schaffen, die es Frauen ermöglichen, eigenständig und nicht nur
über Ehepartner eine Pension zu erreichen, die zum Leben reicht“,
betonte Ecker. „Denn in Wahrheit verursacht auch diese weibliche Care
Arbeit die finanziellen Nachteile bei der Pensionierung.“
Auch zur aktuell regen Debatte über die hohe Teilzeitquote bezog
Ecker klar Stellung: „Viele Frauen haben wegen der Betreuungs- und
Pflegeverpflichtungen keinerlei Wahlfreiheit, ob sie einer Teilzeit-
oder Vollzeitarbeit nachgehen wollen. Unser Pflegesystem in
Österreich wird durch viele Frauen, die in den Familien die wertvolle
Pflegebetreuung von Angehörigen leisten, gesichert. Ohne diese
häusliche Betreuung wäre die ohnehin prekäre Situation im
Pflegesektor schon längst kollabiert. Auch darüber müssen wir
angesichts des ‚Equal Pension Day‘ offen reden: Ja, Frauen arbeiten
oftmals nicht Vollzeit, was sich in weiterer Folge auf deren Pension
auswirkt. Es liegt aber an der Politik, endlich die Care Arbeit auch
sozialrechtlich für die Pensionen anzurechnen. Dann könnten wir viele
Fälle der weiblichen Altersarmut lindern.“